Die wichtige Rolle der Frau

Die Rolle der Frau in der neuen Kultur

Es gab in der Vergangenheit Asketen, die den MĂ€nnern rieten, vor der Frau zu fliehen, weil sie ein Geschöpf des Teufels sei. Aber wie meint ihr, sollte die göttliche Liebe im Mann erwachen, wenn er solche Vorstellungen von der Frau hat? Er ist stĂ€ndig kraftlos, angeekelt, angewidert. Warum sollte man nicht lieber denken, hinter dem Äußeren dieser oder jener Frau sei eine Gottheit versteckt, die deren Gestalt angenommen hat oder eine Prinzessin, die sich verkleidet hat?

Als ich nach Griechenland ging, wollte ich den Berg Athos besuchen, die Klöster filmen, mit den Mönchen, die dort lebten, sprechen und obwohl ich die Kunstwerke sehr bewunderte, hinterließ dieser Ort bei mir trotzdem den starken Eindruck von Kummer und Traurigkeit. Denn die Mönche lebten gemĂ€ĂŸ dieser völlig falschen Auffassungen, nach denen man das weibliche Prinzip verbannen soll. Sie gehen in ihrem Ausschluss des weiblichen Prinzips sogar so weit, dass keine Frau ihren Fuß auf diesen Boden setzen darf und sie nicht einmal eine Ziege halten dĂŒrfen, weil das ein weibliches Tier ist. Sagt mir, ob der Herr eine derartige Philosophie erfinden konnte! Und wenn Er es getan hĂ€tte, warum hat Er sich ĂŒberhaupt damit aufgehalten, Frauen zu erschaffen? Die Christenheit sollte wirklich eines Tages bestimmte Auffassungen richtig stellen, denn viele sind schon deren Opfer geworden. Entweder verdrĂ€ngen die Christen alles und verschaffen den Psychoanalytikern Arbeit oder sie fallen ins andere Extrem und leben ausschweifend. SelbstverstĂ€ndlich liegen sie weder mit dem einen Fall noch mit dem anderen richtig.

Die Leute wissen nicht, was es heißt, in der Schönheit zu leben. Akzeptiert die Art zu leben, die die Lehre euch bringt und ihr werdet immer von Schönheit umgeben sein. Die Menschen waten ununterbrochen in der HĂ€sslichkeit herum. Wie können sie da glĂŒcklich sein? Sie sehen einander nur als Ansammlungen von Organen, als Eingeweide, als Fleisch und sonst nichts. Sie sehen die Herrlichkeit dahinter nicht und diese Einstellung zieht unheilvolle Folgen nach sich. Jetzt soll man uns die Schönheit zeigen, denn nur die Schönheit wird uns retten und uns glĂŒcklich machen. Wir haben ein uneingeschrĂ€nktes BedĂŒrfnis nach Schönheit.

Die Frau liebt die Schönheit. Ihr Wunsch nach Schönheit rettet die Menschheit vor der HÀsslichkeit.

Die Frauen wollen schön sein. Man wirft es ihnen vor und dennoch ist es kein Verbrechen, im Gegenteil. Wenn sich die Frauen nicht um die Schönheit kĂŒmmern wĂŒrden, dann wĂ€ren alle kommenden Generationen von einer entsetzlichen HĂ€sslichkeit. Denn es ist die Mutter, die ihren Kindern die Schönheit ĂŒbermitteln soll. Sie ist es, die sie formt und deshalb muss sie die Schönheit wĂŒnschen. Die Kirche hat den Wunsch der Frauen, schön zu sein, oft verdammt. Sie hat nicht verstanden, dass es die Aufgabe der Frau, der Mutter ist, der Menschheit die Schönheit zu bewahren. Die MĂ€nner denken nicht an die Schönheit, wenn da nicht die Frauen wĂ€ren, die daran denken…! Man darf die Frauen also nicht kritisieren, wenn sie schön sein wollen, man sollte ihnen nur erklĂ€ren, wo sie die wahre Schönheit suchen sollen.

GĂ€be es im Universum nicht ein kosmisches Prinzip, die Göttliche Mutter, die daran arbeitet, Harmonie und Vollkommenheit der Formen zu wahren, wĂ€ren die Menschen von einer abstoßenden HĂ€sslichkeit. Denn aufgrund der Art und Weise wie sie leben, in Unordnung, in SinnengenĂŒssen, in Wortgefechten, ohne jegliches Ideal sich zu vervollkommnen, können sie nicht schön sein. Die Göttliche Mutter bringt also Opfer, um ihnen zu helfen.

Um die Schönheit eines Menschen zu erfassen, sind drei Punkte zu beachten: die Form, die Emanationen, die durch diese Form hindurch erscheinen und die nicht immer mit ihr ĂŒbereinstimmen und der Geist, der diese Emanationen hervorbringt.

Man sieht Leute, deren Erscheinung großartig ist. Sie sind schön, wohlgestaltet, aber innerlich erschaffen sie Ungeheuer. Andere hingegen, die bucklig, kĂŒmmerlich und verkommen aussehen, sind innerlich wunderbar. Sicher entspricht bei manchen auch die Form dem Inhalt. Man kann also sagen, dass es vier Kategorien gibt: Jene, die Ă€ußerlich schön und innerlich hĂ€sslich sind. Jene, die Ă€ußerlich hĂ€sslich und innerlich schön sind. Jene die Ă€ußerlich und innerlich hĂ€sslich sind und jene, die Ă€ußerlich und innerlich schön sind. Ich habe euch schon erklĂ€rt, dass der Mangel an Übereinstimmung zwischen Innen und Außen davon kommt, dass sich das Innenleben viel schneller verĂ€ndert als die Ă€ußere Form. Es handelt sich also um mangelnde Übereinstimmung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. An einem einzigen Tag kann der Mensch seine Auffassung, seine Philosophie Ă€ndern, wĂ€hrend sich seine physische Form nicht von heute auf morgen verĂ€ndern kann. Die physische Form ist aus einer viel schwieriger zu handhabenden Materie geformt als der Gedanke, wĂ€hrend die Materie der Gedanken so feinstofflich und formbar ist, dass man die Möglichkeit hat, damit fast alle Verwandlungen vorzunehmen.

Aber wie die Ă€ußere körperliche Erscheinung auch sein mag, es gibt trotzdem etwas, was niemals tĂ€uscht und genau enthĂŒllt, wie ein Mensch ist; das sind seine Emanationen, seine Fluida. Wenn ihr die FĂ€higkeit habt sie wahrzunehmen, dann irrt ihr euch nicht, sei dieses Wesen nun schön oder hĂ€sslich. Die Emanationen bringen genau den inneren Zustand zum Ausdruck. Wenn sie finster, wenn sie dissonant, wenn sie ungesund sind, so drĂŒcken sie genau die Gedanken und Begierden des Menschen aus. Man kann die göttliche Welt in einem Menschen zwar nicht sehen, aber man kann ihre Emanationen fĂŒhlen. Und wenn er wahrhaft Reinheit ausströmt, wenn er Licht ausströmt, so könnt ihr hundertprozentig daraus schließen, dass sein Inhalt gut ist. Manchmal sind diese Emanationen sogar so stark, dass sie trotz ihrer Feinstofflichkeit sichtbar werden. Es gibt zum Beispiel Leute, die Ă€ußerst hĂ€sslich und missgestaltet sind, aber fĂŒr einen Moment lang so schön und ausdrucksvoll werden, dass man erstaunt ist. Das sind ihre Emanationen, die einen Moment lang ihre Form verĂ€ndert haben.

Wenn man ĂŒber die Form und die Emanationen hinausgehen kann, um den Geist dieses Menschen zu sehen, der im Himmel zu Hause ist, entdeckt man eine noch grĂ¶ĂŸere Schönheit. Diese Schönheit kann sich nicht einmal mit Hilfe der Emanationen ausdrĂŒcken, denn sie ist etwas so Feinstoffliches, dass es dem physischen Körper nicht möglich ist, ihr Gestalt zu verleihen. TatsĂ€chlich kann sich Schönheit, wahre Schönheit, nicht Ă€ußern. Sie ist Leben, ein Leben, das hervorsprudelt, das ausströmt. Ihr habt zum Beispiel einen Diamanten, auf den ein Sonnenstrahl fĂ€llt. Ihr seid geblendet von der Schönheit der Farben, die ihr aufleuchten seht. Das ist die wahre Schönheit. Sie ist vergleichbar mit dem Licht der Sonne. Und genau in dem Maße, wie es einem Wesen gelingt, solch eine Schönheit auszuströmen, genauso weit nĂ€hert es sich der wahren Schönheit. Wahre Schönheit liegt nicht in den Formen, wahre Schönheit hat nicht einmal eine Form, denn sie befindet sich oben in einer Welt, die nur aus Strömungen, KrĂ€ften und Strahlungen besteht. Wenn es einem gelingt, sie zu kontemplieren, gerĂ€t man in einen solchen Zustand der VerzĂŒckung, dass man fast sterben möchte. Wahre Schönheit zeigt sich nicht so sehr am Köper oder im Gesicht von MĂ€nnern und Frauen, sie ist oben. Und von Zeit zu Zeit, je nachdem wie weit der Mann und die Frau mit der göttlichen Welt verbunden sind und einige ihrer Strahlen ĂŒbermitteln können, gelingt es ihnen, ein wenig von dieser Schönheit auszudrĂŒcken.

Merkt euch Folgendes: Schönheit befindet sich nicht in der Form, sie findet sich in der Ausstrahlung, in den Emanationen. Deshalb darf man nicht versuchen, sich auf sie zu stĂŒrzen, um sie zu packen und sie zu verschlingen, sie ist keine Form, die man greifen kann. Man kann sie nur kontemplieren, von ihr entzĂŒckt sein, sie in sich aufnehmen. Der Mann sollte sein Verhalten der Frau gegenĂŒber Ă€ndern. Wenn er eine entzĂŒckende Frau trifft, sollte er sie bewundernd ansehen, sie als Inspirationsquelle betrachten, als Mittel sich zu erheben, die Gottheit zu erreichen, anstatt sie besitzen und beschmutzen zu wollen. Ich weiß, das ist eine sehr unbekannte Art und Weise, die Dinge zu sehen, dass sie beinahe grotesk erscheint. Die Mehrzahl handelt so, als ob die Schönheit da wĂ€re, um angefasst, in Besitz genommen, beschmutzt, zerrissen zu werden. So wie die Kinder es tun, die die BlĂ€tter eines Buches zerreißen, nachdem sie die Bilder angeschaut haben.

Wie man die Liebe der Frauen zu Schmuck und zu Edelsteinen erklÀren kann.

Warum tragen die Frauen gerne Schmuck? Weil die Frau eine große Eingeweihte ist. Sie kennt viele Dinge. Nur weiß sie nicht, dass sie sie kennt, sie braucht einen Lehrer, der ihr dies offenbart. Sie hat ein instinktives Wissen, das in ihrem Unterbewusstsein oder ihrem Überbewusstsein vergraben liegt, ist sich dessen aber nicht bewusst. Die Frau liebt also Edelsteine, weil sie intuitiv begreift, dass diese Steine außergewöhnliche KrĂ€fte enthalten. Die Erde, die eine Intelligenz, eine Seele und einen Geist besitzt, arbeitet an der rohen Materie und nach mehreren Millionen Jahren hat sie es geschafft, die groben Mineralien mit ihrem Wissen und mit ihrer Geduld reifen zu lassen und sie in Edelsteine und Edelmetalle umzuwandeln. Die Erde ist durch ihren Ätherkörper in stĂ€ndigem Kontakt, in stĂ€ndiger Verbindung mit der Sonne. Sie empfĂ€ngt alle Anweisungen von oben und langsam, geduldig und mit großer Leidenschaft arbeitet sie an der ihr anvertrauten rohen Materie, und es gelingt ihr, geometrische Figuren von vollkommener Schönheit zu erschaffen. Der Erde gelingt es, dieser undurchsichtigen, niederen Materie eine Quintessenz zu entziehen, die sie sublimiert und dann verdichtet. Und so entstehen Goldkörnchen, Rubine, TĂŒrkise, Smaragde, Saphire, Diamanten.

Die Erde stellt all diese SchĂ€tze in ihren WerkstĂ€tten her, weil sie möchte, dass sich die QualitĂ€ten und Tugenden der himmlischen Welt materialisieren. Sie möchte sie widerspiegeln, sie hier unten prĂ€sentieren, auf konkrete und greifbare Weise. Und die Frau, die das alles intuitiv weiß, stellt sich deshalb vor, sie besĂ€ĂŸe die Tugenden und QualitĂ€ten des Himmels, wenn sie sich all diese Schönheiten der Erde aneignet. Sie hat noch nicht begriffen, dass die Edelsteine nur eine Ă€ußere Manifestation der himmlischen ReichtĂŒmer sind und dass die Ă€ußere Seite der Dinge dazu dient, aufgenommen, verwandelt, weiterentwickelt zu werden. Alle diese Symbole, welche die Tugenden, QualitĂ€ten und Eigenschaften des Himmels zusammenfassen, mĂŒssen dem Himmel wieder zurĂŒckgegeben werden. Diese Tugenden mĂŒssen aus den Steinen herauskommen und im Herzen und in der Seele der Frau Einzug halten. Die Steine sind nur materielle Symbole, sie mĂŒssen lebendig werden, sich in ihrer Seele in Tugenden verwandeln. Wenn es der Frau gelingt, die Edelsteine in ihrem Inneren zum Leben zu erwecken, dann wird sie zu einer Gottheit.

Die Frau sollte nicht versuchen, sich fĂŒr die ungerechte und grausame MachtausĂŒbung des Mannes zu rĂ€chen, sondern ihre eigentliche Rolle als Erneuerin der Menschheit ĂŒbernehmen.

Jahrhundertelang missbrauchte der Mann seine Macht der Frau gegenĂŒber. Er verhielt sich egoistisch, ungerecht, gewalttĂ€tig und grausam. Jetzt jedoch wacht die Frau auf. Aber sie wacht nicht im Licht, im wahren Licht auf, sie wacht auf, um sich zu rĂ€chen; das ist auch nicht besser. Die Frau sollte jetzt dem Mann verzeihen. Weil sie die Mutter ist, weil sie mehr Liebe hat als der Mann, weil sie aufgrund ihrer Natur gut, nachsichtig, großzĂŒgig und bereit ist, sich aufzuopfern, sollte sie nicht versuchen, sich zu rĂ€chen. Die Frau sollte sich jetzt fĂŒr grĂ¶ĂŸere Tugenden öffnen und sich ĂŒber ihre persönlichen Interessen erheben.

Alle Frauen der Erde sollten sich zusammentun zu einer Aufbauarbeit, einer Arbeit an den Kindern, die sie zur Welt bringen und an den MĂ€nnern, den VĂ€tern ihrer Kinder. Anstatt die MĂ€nner zu verfĂŒhren und zu sagen: »O ja, ich bin hĂŒbsch, ich bin anziehend, daraus werde ich meinen Vorteil ziehen« und auf diese Weise ihre Eitelkeit zu befriedigen, sollten sie sie dazu bringen, an der Erneuerung der Menschheit zu arbeiten.

Diese Erneuerungsarbeit leistet die Mutter wĂ€hrend der Schwangerschaft. Das PhĂ€nomen der Galvanoplastik gibt Aufschluss ĂŒber die Art und Weise dieser Arbeit.

Ihr kennt das PhĂ€nomen der Galvanoplastik. Man taucht zwei Elektroden in einen BehĂ€lter, der mit einer Metallsalzlösung gefĂŒllt ist: Gold, Silber, Kupfer usw. Die Anode ist eine Platte aus dem gleichen Metall wie das Metall des aufgelösten Metallsalzes im GefĂ€ĂŸ. Die Kathode ist eine mit Grafit ĂŒberzogene Form aus Guttapercha und stellt eine MĂŒnze, eine Medaille dar. Die beiden Elektroden verbindet man ĂŒber DrĂ€hte mit den zwei Polen einer Batterie. Das Metall setzt sich an der Kathode ab, wĂ€hrend die sich auflösende Anode die FlĂŒssigkeit der Lösung regeneriert. Nach und nach erhĂ€lt die Form einen Überzug aus dem Metall der Lösung und so entsteht eine Medaille, die das gewĂŒnschte Aussehen hat.

Das PhÀnomen der Galvanoplastik findet sich in verschiedenen Bereichen des Lebens wieder, vor allem in der Arbeit der Mutter wÀhrend der Schwangerschaft.

Auch die schwangere Frau besitzt Elektroden, eine Form, eine Lösung usw. Die Form, das ist der lebendige Same, der vom Vater in den Schoß der Mutter, der Kathode gelegt wurde. Dieser Same ist ein Bild: Manchmal das eines Trinkers, eines Verbrechers oder eines ganz und gar gewöhnlichen Menschen, manchmal das eines Genies, eines Heiligen. Von dem Moment an, wo die Frau schwanger ist, kreist zwischen ihrem Gehirn und dem Samen ein Strom, denn das Gehirn ist mit einer Batterie (den Sternen, Gott) verbunden, deren Ströme sie empfĂ€ngt und diese Ströme fließen vom Gehirn zum Embryo. Die Lösung, das ist das Blut der Mutter, in das die Anode (das Gehirn) und die Kathode (die GebĂ€rmutter) getaucht sind, denn das Blut badet ebenso alle Organe und alle Zellen. In ihm sind alle Materialien in gelöster Form enthalten: Gold, Silber, Kupfer usw.

Die Anode, der Kopf liefert das Metall, das das Blut erneuert, das heißt die Gedanken. Der vom Vater hinzugegebene Same kann großartig sein, aber wenn die Mutter in ihrem Kopf Gedanken aus Blei (symbolisch gesprochen) hat, darf sie nicht erstaunt sein, wenn ihr Kind in Blei gehĂŒllt zur Welt kommt, d. h. wenn es traurig, schwĂ€chlich und oft krank ist.

Nehmt im Gegenteil an, die Mutter, welche die Gesetze der Galvanoplastik kennt, entschließt sich, diese anzuwenden, um auf diese Weise ihr Kind in die Welt zu bringen. Dann setzt sie, sobald sie den Samen in ihrem Schoß (der Kathode) empfangen hat, in ihren Kopf (die Anode) eine kleine Goldplatte, das heißt das erhabenste Ideal, die erhabensten Gedanken. Der Kreislauf beginnt und das Blut, das den Körper durchfließt, bringt dem Samen dieses hochwertige Metall. Das Kind wĂ€chst heran, eingehĂŒllt in diese goldenen Kleider und wenn es geboren wird, ist es krĂ€ftig, schön, edel und fĂ€hig, Schwierigkeiten, Krankheiten und alle schĂ€dlichen EinflĂŒsse zu besiegen.

Die MĂŒtter glauben gewöhnlich es spiele keine Rolle welche Gedanken sie wĂ€hrend der Schwangerschaft hĂ€tten, es habe keinerlei Einfluss auf das Kind, das sie gerade tragen. Erst wenn es geboren ist, beginnen sie, sich um es zu kĂŒmmern, geben sie ihm Erzieher, Lehrer usw. – Nein, wenn das Kind einmal geboren ist, dann ist es schon zu spĂ€t, es ist schon alles festgelegt. Kein PĂ€dagoge, kein Lehrer kann das Kind verwandeln, wenn die Elemente, mit denen das Kind im Schoß der Mutter geformt wurde, von niederer QualitĂ€t waren. Die Beschaffenheit dieser Elemente bleibt in etwa so wie sie ist. Wenn sie matt ist wie Blei, könnt ihr lange etwas abschneiden, damit sie glĂ€nzend wird wie Silber, sie wird wieder matt. Das heißt, das Kind wird stĂ€ndig in seine SchwĂ€chen zurĂŒckfallen, trotz der Erziehung, die ihm zuteil wird. Wenn das Kind hingegen innerlich aus Gold ist, so wird es gut, edel und unbestechlich bleiben, selbst wenn es in furchtbaren Bedingungen oder unter Verbrechern leben muss, denn seine Essenz ist rein. Man muss dieses Gesetz unbedingt kennen.

Man sollte verstehen, wie wichtig es fĂŒr eine schwangere Frau ist, in ihrem Kopf erhabene, lichtvolle Gedanken zu tragen. Dank dieser Gedanken nimmt der Same, der in ihr wĂ€chst, jeden Tag diese reinen und kostbaren Stoffe auf, und anstatt ein dummes, krankes oder kriminelles Wesen zu gebĂ€ren, hilft sie einem großen Weisen oder einem großen KĂŒnstler, einem Heiligen, einem Boten Gottes dabei, sich zu verkörpern.

Wenn die Frau die Gesetze der Galvanoplastik nicht kennt und niederen Gedanken, all ihren Launen und wirren GelĂŒsten Raum gibt, die sie wĂ€hrend ihrer Schwangerschaft empfindet, so weiß sie nicht, dass in diesem Moment bösartige Wesenheiten um sie sind, die sie bestĂ€ndig aufsuchen. Diese Wesenheiten, die spĂ€ter am Leben des Kindes, das geboren werden soll, teilhaben wollen, treiben die Mutter bewusst dazu, sich genau so zu verhalten, dass sich die Galvanoplastik in ihr in der grĂ¶ĂŸten Unordnung vollzieht, was spĂ€ter diesen Wesenheiten ermöglicht, in das Kind einzudringen und sich seiner zu bedienen. So werden sie das heranwachsende Kind regelmĂ€ĂŸig aufsuchen. Sie können in seiner Seele aus- und eingehen und sich von ihm ernĂ€hren. Das Gleiche gilt auch fĂŒr die lichtvollen Wesenheiten, die die Mutter anzuziehen vermag.

Aber auch die MĂ€nner haben ihren Anteil an der Verantwortung: Sie mĂŒssen der Frau wĂ€hrend der Schwangerschaft die besten Lebensbedingungen schaffen.

Die Erneuerung der Menschheit kann sich nur vollziehen, wenn man sich um die Kinder kĂŒmmert, bevor sie ĂŒberhaupt geboren sind, d. h. wenn man sich um die schwangere Frau kĂŒmmert.

Die Frau ist die Mutter des Mannes. Dieser wird immer ihr Kind bleiben. Dank der bewussten spirituellen Galvanoplastik, sollte sie ihm von nun an zeigen, wozu sie fĂ€hig ist. DafĂŒr braucht man nur eines, und das ist einfach: ein großes und hohes Ideal, eine erhabene Idee. Das gesellschaftliche Leben ist in einen Abgrund voller Unordnung, Hass, Unehrlichkeiten und kriegerischer Auseinandersetzungen gestĂŒrzt. Nur die Frauen können diesen Zustand beheben.

Wenn sich die Frauen zusammenschließen mit dem erhabenen Ziel, die Menschheit zu erneuern, werden sie die Hochachtung der MĂ€nner gewinnen. Diese werden sie wieder respektieren, sie bewundern, sie schĂ€tzen und mĂŒssen von ihnen inspiriert werden. Die Frauen werden durch ihr Verhalten und ihre schöpferische Arbeit den MĂ€nnern den Weg zeigen, der in die erhabenen Höhen fĂŒhrt, so wie einst die MĂŒtter ihre Söhne wahren Edelmut, Heldenhaftigkeit und Kraft lehrten. Schon in der Vergangenheit war immer die Frau die Erzieherin des Mannes.

Eine Mutter kann große Wunder vollbringen, denn sie besitzt den SchlĂŒssel zu den schöpferischen KrĂ€ften. Innerhalb von fĂŒnfzig Jahren könnten die Frauen mit Hilfe der spirituellen Galvanoplastik die Menschheit verĂ€ndern. Und die MĂ€nner sollten den Frauen helfen. Selbst wenn manche Frauen wissen, was sie zu tun haben, werden sie oft durch ihre unwissenden, egoistischen und nachlĂ€ssigen EhemĂ€nner daran gehindert. Nur wenn das Herz und der Verstand, das heißt der Vater und die Mutter zusammenarbeiten, können sie ein göttliches Kind zeugen, das fĂ€hig ist, große Dinge zu verwirklichen.

Wenn ihr wĂŒsstet, unter welchen Bedingungen schwangere Frauen manchmal leben! Sie leben in Bruchbuden ohne Licht und Raum und gerade sie mĂŒssen alles tun und alles ertragen. Und obendrein reagiert sich noch der Mann bei der Frau ab oder er schlĂ€gt sie sogar, weil er keine Arbeit gefunden hat oder weil er von seinen Kameraden verhöhnt wurde. Nun, wie könnte das Kind, das danach geboren wird, ein Genie sein? Deshalb sollte man diesen MĂŒttern lieber die Möglichkeit geben, ihr Kind unter idealen Bedingungen auszutragen, anstatt ihnen KrankenhĂ€user zu bauen. Mögen sie anschließend in ihre Bruchbuden zurĂŒckkehren, wenn es sein muss, ihr Kind wird ihnen PalĂ€ste bauen. Es wird seine Eltern aus dem Elend herausfĂŒhren, dank seiner Talente und seiner FĂ€higkeiten.

In allen Bereichen des Lebens legt man PlĂ€ne vor, seien es nun politische, finanzielle, ökonomische oder militĂ€rische, um die nationale oder internationale Situation zu verbessern, PlĂ€ne von so großem Einfallsreichtum, von so großer Intelligenz, das ist erstaunlich! Nur haben diese PlĂ€ne nie viel genĂŒtzt, weil sie nur den materiellen Bereich betreffen: die Vervollkommnung der Technik, die Verbesserung der Produktion, die Erbauung von Laboratorien und UniversitĂ€ten, die Auf- und AbrĂŒstung usw. und die Menschen sind immer noch im gleichen UnglĂŒck, in der gleichen Auflehnung, im gleichen Durcheinander. Da ich das nun alles sehe, habe auch ich mich entschlossen, einen Plan vorzustellen. Hier ist er:

Anstatt dass der Staat weiterhin Milliarden und Abermilliarden fĂŒr KrankenhĂ€user, GefĂ€ngnisse, Verwaltungen und Schulen ausgibt, rate ich ihm, sich nur um die schwangere Frau zu kĂŒmmern. Die Ausgaben werden nicht mehr so groß und die Ergebnisse besser sein. Ich bitte also den Staat, ein GelĂ€nde von einigen hundert Hektar einzurichten, das ich aussuchen wĂŒrde in einer sehr schönen, sehr gut gelegenen Gegend und dort Wohnungen zu bauen in einem Stil und mit Farben, die ich angeben wĂŒrde, geschmĂŒckt mit Bildern, mit Statuen usw. Es wĂŒrde auch Parkanlagen geben mit allen Arten von BĂ€umen und Blumen. Dort wĂŒrden die schwangeren Frauen wĂ€hrend der ganzen Schwangerschaft wohnen können, ernĂ€hrt werden und untergebracht sein auf Kosten des Staates. Sie wĂŒrden diese ganze Zeit in Schönheit und Poesie verbringen, lesen, spazieren gehen, Musik hören. Sie wĂŒrden sich VortrĂ€ge anhören, in denen man sie lehrt, welches Leben sie wĂ€hrend der Schwangerschaft fĂŒhren sollen. Was sie essen sollen natĂŒrlich, aber vor allem, welche Arbeit sie mit ihren Gedanken und GefĂŒhlen an dem Kind machen können, das bald auf die Welt kommt. Die MĂ€nner dĂŒrften natĂŒrlich ihre Frauen besuchen, und auch sie wĂŒrden unterrichtet werden, wie sie sich ihnen gegenĂŒber verhalten sollen. Also, ihr seht, unter diesen Voraussetzungen von Frieden, Ruhe und Schönheit wĂŒrden die Frauen Kinder auf die Welt bringen, durch die der ganze Himmel seinen Segen verströmen könnte.

Man muss begreifen, dass alle VerĂ€nderungen, die man bis heute herbeizufĂŒhren versucht hat, sei es im materiellen, wirtschaftlichen Bereich oder in anderen, die menschliche Rasse nicht verbessert haben. Sie lebt immer noch in den gleichen Leidenschaften, den gleichen Grausamkeiten wie zuvor – und sogar noch mehr als zuvor. Und dennoch, man kann die Menschheit verbessern, aber unter der Bedingung, dass man beim Ursprung beginnt: bei der Mutter.

So wie die Frau die Macht hat, das Kind zu formen, so hat sie auch die Macht, Ideen Gestalt annehmen zu lassen. Die Frauen werden das Reich Gottes verwirklichen, wenn sie sich dieser Idee weihen.

Der Mann ist mĂ€chtig, denn nur er und niemand sonst besitzt den Samen, um ein Kind zu zeugen. Und dennoch ist diese Macht unfĂ€hig, ein Kind auf die Welt zu bringen. Die Frau muss es formen und sie gibt die Materie, um es zu formen. Jeder weiß das fĂŒr die physische Ebene, aber auf der psychischen, auf der spirituellen und auf der göttlichen Ebene lebt man noch in Unwissenheit ĂŒber diese großen Mysterien. Alle Eingeweihten, Propheten und Asketen, die sich von der Frau entfernten, die die Wichtigkeit ihrer Rolle nicht verstanden und nicht mit ihr arbeiteten (sie dachten, sie sei ein Geschöpf des Teufels), konnten nichts verwirklichen, denn nur dank der Frau können sich die Ideen verkörpern. Seht euch in der Geschichte um, es war immer die Frau, die verwirklichte. Der Mann gab die Ideen, aber ohne die Frau, die ihnen einen Körper gibt, hĂ€tten diese Ideen keinen Erfolg gehabt. Sie gibt ihnen einen Körper. Eine Idee kann außergewöhnlich sein, aber man muss sie materialisieren, sonst bleibt sie oben, in ihrer Welt. Nur die Frau hat die Macht, sie sichtbar, fĂŒhlbar, greifbar zu machen.

Ein großer Eingeweihter muss jetzt die Idee, das hohe Ideal, den spirituellen Samen geben und alle Frauen sollten diesen Samen, dieses zukĂŒnftige Kind mit ihren feinstofflichen Emanationen, mit ihrer Quintessenz geistig formen. Wenn alle Frauen all ihre KrĂ€fte, all ihre Gedanken und GefĂŒhle, aber vor allem diese feinstoffliche, ungreifbare Materie ihrer Emanationen darauf ausrichten, diese göttliche Idee des Reiches Gottes auf Erden zu verwirklichen, dann wĂŒrden alle zusammen eine kollektive Frau bilden, die das neue Leben in der Menschheit erschaffen wĂŒrde. Alle zusammen wĂ€ren die Mutter dieses Kindes: des Reiches Gottes.

FĂŒr den Augenblick sind die Frauen beinahe unnĂŒtz, denn anstatt sich zusammenzutun zur Verwirklichung dieser Idee, ist jede nur damit beschĂ€ftigt, irgendjemanden zu ihrem VergnĂŒgen zu verfĂŒhren, um sich ein kleines GlĂŒck aufzubauen. Sie lehnen sich sogar gegeneinander auf, sie streiten sich, um diesen oder jenen zu besitzen. Solange die Frauen getrennt und irregeleitet sind und nur an ihr VergnĂŒgen denken, anstatt daran, die göttliche Idee des Reiches Gottes auf der Erde zu verwirklichen, so lange kann sich diese Idee auch niemals verwirklichen.

Die Frauen sollten diese gigantische Arbeit begreifen, denn sie haben die FĂ€higkeit sie auszufĂŒhren. Sie sind die Reservoirs, die mit außerordentlichen Substanzen gefĂŒllt sind, fĂ€hig, die PlĂ€ne des Himmels zu verwirklichen. Momentan sind sie damit beschĂ€ftigt, die PlĂ€ne aller Dummköpfe oder Verbrecher auf der Erde zu verwirklichen, aber niemals die PlĂ€ne der göttlichen Welt. Genau dort stehen heute die Frauen! Aber wenn sie sich dazu entschließen, sich dem Himmel zu weihen, damit diese ganze wunderbare Materie fĂŒr ein göttliches Ziel verwendet werden kann, so wĂŒrden auf der ganzen ErdoberflĂ€che Lichtquellen zu sprudeln beginnen und die ganze Welt wĂŒrde die Sprache der neuen Kultur, die Sprache des neuen Lebens, die Sprache der göttlichen Liebe sprechen. Worauf warten sie noch, um sich zu entschließen? Sie widmen sich immer niederen, alltĂ€glichen, gewöhnlichen BeschĂ€ftigungen. Von Kindheit an bereiten sie sich nur darauf vor, irgendwo unterzukommen und ihre Kinderschar aufzuziehen. Sie bestimmen im Vorhinein einen Schicksalsweg, der sie in die Zweitklassigkeit fĂŒhrt und dann beklagen sie sich: »Was fĂŒr ein Leben!« Aber es ist ihre Schuld. Warum hatten sie kein höheres Ideal? Ihr ganzes Schicksal wĂ€re anders verlaufen.

Dieser Text stammt aus dem Buch »Die neue Religion« von Omraam Mikhael Aivanhov, Kapitel 15: »Die Rolle der Frau in der neuen Kultur«.