Die Arbeit an uns selbst

Der Wassermann bringt eine andere Philosophie. Er lehrt die Menschen, alles, was sch├Ân, rein, lichtvoll und ewig ist, vom Himmel herabzuholen, damit er zu einem Spiegel, einem Mittler des Himmels, einem fruchtbaren Garten, einer Sonne wird. Warum sollte das Paradies nur oben sein und hier auf der Erde immer nur Elend, Armut oder H├Ąsslichkeit? Nein, von jetzt an wird es anders werden. Die Sch├Ânheit wird auf die Erde herabsteigen und alles wird strahlend werden: Steine, Pflanzen, Tiere und Menschen. Das ist der Grund, warum ich von einer neuen Religion spreche, von einer universellen Religion, die von den Str├Âmungen des Wassermanns zurzeit in die Welt gebracht wird.

Der Wassermann wird symbolisiert durch einen Greis, der Wasser aus einer Urne gie├čt. Das Wasser bringt das Leben. Das Wissen des Wassermanns ist also ein Wissen, welches das Leben in sich tr├Ągt, das Leben hervorbringt, das Leben erweckt. Dieses Wissen ist nicht mit dem Gehirn, sondern mit dem Solarplexus verbunden. Er allein kann lebendiges Wasser im Leib flie├čen lassen. In den Evangelien hei├čt es: ┬╗…von dessen Leib werden Str├Âme lebendigen Wassers flie├čen┬ź (Jh 7,38). Das ist der Wassermann, der schon prophezeit wurde.

Das ist also die neue Lehre, die wir bringen: nicht die Erde zu verlassen, sondern sich durch und durch mit dem Himmel zu verbinden, damit er sich hier auf der Erde, durch uns manifestieren kann. Die Erde muss bearbeitet und umgewandelt werden, bis sie kristallklar, leuchtend, strahlend wird und die Engel und Erzengel sich auf ihr niederlassen. Alle Spiritualisten, die die Erde verlassen wollen, um ins Nirwana einzugehen unter dem Vorwand, die Erde sei das B├Âse, die Verdammnis und der physische K├Ârper sei ein Instrument des Teufels, haben nichts verstanden. Sie zerfallen, vertrocknen, werden zu Mumien. Man sp├╝rt kein Leben in ihnen. Ihr begegnet diesen Leuten: Sie schweben angeblich irgendwo ganz oben, hier unten jedoch ist nichts von ihnen zu sehen! In der neuen Lehre hingegen werdet ihr Wesen sehen, die leuchten und strahlen, Gottheiten.

Die Rolle des Solarplexus bei diesem Erneuerungsprozess…

Warum hat man dem Solarplexus diesen Namen gegeben? Weil das Leben von dort kommt. Die Russen nennen diese Stelle ┬╗Jivot┬ź, und ┬╗Jivot┬ź hei├čt auf Bulgarisch ┬╗Leben┬ź. F├╝r die Russen ist ┬╗Jivot┬ź die ganze Region des Bauches, des Magens und des Solarplexus. In den Evangelien hei├čt es, wenn es dem Menschen gelingt, sich zu reinigen, zum Sohn Gottes, zum Tempel des lebendigen Gottes zu werden, dann werden ┬╗aus seinem Leibe Str├Âme lebendigen Wassers flie├čen┬ź; und von dort, aus genau diesem Bereich empf├Ąngt das Kind durch die Nabelschnur das Leben der Mutter. Das Leben flie├čt dort hindurch.

Der Solarplexus steuert alle Funktionen des physischen K├Ârpers. Von ihm h├Ąngen Atmung, Ausscheidung, Ern├Ąhrung, Wachstum, Kreislauf, Nervensystem usw. ab. Der Solarplexus ist biologisch gesehen viel ├Ąlter als das Gehirn; und er hat das Gehirn gebildet und er ern├Ąhrt es. Wenn man ihn in seiner Funktionsweise nicht behindert, wird er nie erm├╝den und hat alle M├Âglichkeiten, um St├Ârungen des Organismus zu beheben, zu heilen, Wunden zu schlie├čen usw. Nur hat der Mensch derart falsche Vorstellungen und Begriffe entwickelt, dass er durch sein bewusstes Leben sein unterbewusstes Leben behindert, und der Solarplexus kann seine Funktion nicht richtig wahrnehmen. Oft ist er blockiert und kann dem Gehirn nicht einmal mehr Unterst├╝tzung geben und ihm Energien zukommen lassen. Es wird dadurch geschw├Ącht, weist St├Ârungen auf und verf├Ąllt in Stumpfsinn. Es ist also das Leben, das wir f├╝hren, das dem Solarplexus die M├Âglichkeit gibt oder nimmt, seine Funktionen wieder aufzunehmen und alles in Ordnung zu bringen. Wie ich euch schon oft sagte, kommen die in unserer Zeit so h├Ąufig auftretenden Nervenkrankheiten davon, dass man zu intellektuell arbeitet, w├Ąhrend das Gehirn noch nicht darauf vorbereitet ist, so viel Gewicht und ├ťberlastung zu bew├Ąltigen, und deshalb unterliegt es. Wenn man hingegen w├╝sste, wie der Solarplexus arbeiten sollte, w├╝rde der Mensch nicht mehr erm├╝den. Ja, es wird immer mehr Nervenkrankheiten geben, weil man zu sehr mit dem Gehirn arbeitet und weder etwas vom Solarplexus wei├č noch von dem Zentrum, das etwas tiefer, n├Ąmlich im Nabel liegt noch von jenem Zentrum, das noch tiefer liegt und das die Japaner Hara-Zentrum (Siehe Band 16 der Gesamtwerke) nennen. Diese drei Zentren haben gro├čartige Funktionen, die von der Schulwissenschaft noch nicht entdeckt wurden.

Wenn ihr den Solarplexus und das Gehirn studiert, werdet ihr feststellen, dass sie aus derselben Materie bestehen, aus grauer und aus wei├čer Materie, nur umgekehrt. Man wei├č nicht, warum es umgekehrt ist, warum im Gehirn die graue Materie an der Oberfl├Ąche und die wei├če Materie im Inneren und warum es beim Solarplexus genau umgekehrt ist. Dank der grauen Materie versteht der Mensch und dank der wei├čen Materie f├╝hlt er. Dank der wei├čen Materie, die au├čen ist, f├╝hlt der Solarplexus alles, was im Menschen, in seinen Organen, in seinen Zellen vorgeht: die chemischen, physiologischen, biologischen und magischen Prozesse. Deshalb ist er die ganze Zeit damit besch├Ąftigt, zu steuern. Das Gehirn dagegen f├╝hlt ├╝berhaupt nichts, es sei denn, es geht gar nichts mehr und es ist alles verstopft. Aber es kann dem nicht abhelfen. Wenn zum Beispiel das Herz zu schnell oder zu langsam schl├Ągt oder wenn man eine Magenverstimmung hat, ist das Gehirn unf├Ąhig, irgendwie zu reagieren. Das liegt ├╝brigens nicht an ihm. Wenn man dagegen dem Solarplexus gute Bedingungen verschafft, damit er normal funktioniert, bringt er alles wieder in Ordnung. Er besitzt eine gewaltige Apotheke und ist deshalb viel besser ausger├╝stet als das Gehirn. Das Gehirn ist noch nicht gut organisiert, wird es aber sp├Ąter sein, denn es hat die Aufgabe, eine Menge Wissen zu speichern und wunderbare Dinge zu verwirklichen.

Die Menschen in der westlichen Welt wissen nichts davon, doch sind der esoterischen Wissenschaft Methoden bekannt, wie man mit dem Solarplexus in Kontakt treten und ihm anordnen, beziehungsweise ihn bitten kann, bestimmte M├Ąngel zu beheben. Wenn es einem gelingt, mit ihm in Verbindung zu treten, kann er wahrlich Wunder vollbringen. Das ist eine umfassende Wissenschaft, die man in der Zukunft erforschen wird. Im Moment ist es nicht wirklich m├Âglich, mit dem Solarplexus in Verbindung zu treten, weil er schwierig zu erreichen ist. Er lebt sein unabh├Ąngiges Leben und der Mensch hat praktisch fast keinen Einfluss auf ihn, au├čer indirekt, bis er eines Tages direkt auf ihn einwirken kann. Und wie kann man indirekt einwirken? Indem man sich bem├╝ht, ein reines, sinnvolles, lichtvolles Leben in Harmonie mit dem ganzen Universum zu leben. Dieses Leben wirkt auf den Solarplexus, l├Âst seine Blockaden und befreit ihn von bestimmten Hindernissen. Und wenn er einmal befreit ist, schafft er bei allem schnell Abhilfe, denn er ist ├Ąu├čerst stark.

Lesung des Gleichnisses von den f├╝nf t├Ârichten und den f├╝nf weisen Jungfrauen:

┬╗Dann wird es mit dem Reich der Himmel sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Br├Ąutigam entgegen. F├╝nf aber von ihnen waren klug und f├╝nf t├Âricht. Die, welche t├Âricht waren, nahmen ihre Lampen und nahmen kein ├ľl mit sich; die Klugen aber nahmen ├ľl in ihren Gef├Ą├čen samt ihren Lampen. Als aber der Br├Ąutigam auf sich warten lie├č, wurden sie alle schl├Ąfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: ÔÇ║Siehe, der Br├Ąutigam! Geht aus, ihm entgegen!ÔÇ╣ Da standen alle jene Jungfrauen auf und schm├╝ckten ihre Lampen. Die T├Ârichten aber sprachen zu den Klugen: ÔÇ║Gebt uns von eurem ├ľl, denn unsere Lampen erl├Âschen.ÔÇ╣ Die Klugen aber antworteten und sagten: ÔÇ║Nein, damit es nicht etwa f├╝r uns und euch nicht ausreiche; geht lieber hin zu den Verk├Ąufern und kauft f├╝r euch selbst.ÔÇ╣ Als sie aber hingingen, zu kaufen, kam der Br├Ąutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm ein zur Hochzeit; und die T├╝r wurde verschlossen. Sp├Ąter aber kamen auch die ├╝brigen Jungfrauen und sagten: ÔÇ║Herr, Herr, tu uns auf!ÔÇ╣ Er aber antwortete und sprach: ÔÇ║Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht.ÔÇ╣ So wacht nun, denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.┬ź

Beim Lesen des Gleichnisses von den f├╝nf weisen und den f├╝nf t├Ârichten Jungfrauen konntet ihr sicher bemerken, dass manche Einzelheiten sehr seltsam sind. Bei diesem Festessen forderte man von jedem Geladenen eine Lampe, die auch noch angez├╝ndet sein sollte. Man muss also annehmen, dass der Saal nicht erleuchtet war und dass jeder das Licht selbst mitbringen musste. Hat man jemals so etwas geh├Ârt? Diese Einzelheit ist der Beweis, dass man das Gleichnis nicht w├Ârtlich nehmen darf.

Noch eine unverst├Ąndliche Einzelheit: Die Grausamkeit des Br├Ąutigams, der nicht z├Âgert, den f├╝nf Jungfrauen, die kein ├ľl hatten, die T├╝re vor der Nase zu schlie├čen, sie sind immerhin zu dem Fest gekommen. Ist ihre S├╝nde so gro├č, dass sie eine solche Strafe verdienen? Was f├╝r ein schlecht erzogener Mensch, dieser Br├Ąutigam, der alle mitten in der Nacht aufweckt und f├╝nf arme M├Ądchen mit der Begr├╝ndung, sie h├Ątten kein ├ľl in ihrer Lampe, drau├čen stehen l├Ąsst! Ist es wirklich der M├╝he wert, von so einem unangenehmen Menschen etwas zu erwarten?

├ťberall in den Gleichnissen findet man solche seltsamen Einzelheiten, und gerade in diesen Einzelheiten entdecken die Eingeweihten den Beweis f├╝r die tiefe Weisheit der Evangelien. Angesichts der Widerspr├╝che und Unsinnigkeiten dieses Gleichnisses muss man gezwungenerma├čen daraus schlie├čen, dass es sich um eine andere Lampe, ein anderes ├ľl und einen anderen Br├Ąutigam handelt, als um das, was man gew├Âhnlich darunter versteht. Wir kennen diesen Br├Ąutigam. Er ist nicht b├Âse, sondern weigert sich, von N├Ąrrinnen und Narren gest├Ârt zu werden. Ihr wisst alle, wie streng die Natur ist: Wenn wir die kostbarsten Kr├Ąfte, die sie uns schenkte, ausgegeben haben, l├Ąsst sie uns stehen ohne Kr├Ąfte. Sie beeilt sich nicht, sie uns zu ersetzen. Wenn wir krank werden, dauert die Genesung oft sehr lange und manchmal ist die v├Âllige Wiederherstellung sogar unm├Âglich. Kann man sagen, die Natur sei grausam, w├Ąhrend doch eigentlich wir unvern├╝nftig sind?

Heutzutage verwenden wir keine ├ľllampen, dennoch spielen das ├ľl und die Lampe als Symbol eine gro├če Rolle in unserem Leben… In den alten alchimistischen Abhandlungen ist die Rede von einer Art von ├ľl, das wunderbare Eigenschaften besa├č: Es heilte Krankheiten, es verlieh Intelligenz, Sch├Ânheit und Wissen. Man bezeichnete es mit allen m├Âglichen Namen: wahrer Saft, Prana, Elixier des ewigen Lebens. Andere haben es Magnetismus genannt. Wenn der Mensch sich ern├Ąhrt, wenn er atmet (denn in der Luft ist eine Essenz verteilt, die von der Sonne kommt und die wir durch die Atmung aufnehmen k├Ânnen), wenn er denkt, dann versucht er diese Essenz, dieses ├ľl herauszufiltern, um damit seine Lampen zu f├╝llen, die aber niemals eine gen├╝gend gro├če Menge dieses lebendigen und notwendigen ├ľles enthalten.

Manchmal, wenn ihr unruhig, unzufrieden, ungeduldig seid aber doch noch feinf├╝hlig genug, um zu beobachten, was in euch vorgeht, stellt ihr fest, dass sich in eurem Solarplexus etwas zerstreut. Der Solarplexus ist das Gef├Ą├č, das den lebendigen Magnetismus aufbewahrt, und wenn dieser sich zerstreut, f├╝hlt ihr, dass ihr schwach werdet, dass ihr unf├Ąhig werdet zu handeln, euch zu konzentrieren. Diese Unruhe, dieses Unbehagen beeinflusst auf eine besondere Weise den Solarplexus, der dann das ganze ├ľl, das er enth├Ąlt, seinen ganzen Magnetismus verliert. Wenn ihr dagegen gl├╝cklich und ruhig seid, f├╝hlt ihr, wie euer Solarplexus weit wird, so, als ob etwas flie├čt, wie eine Quelle. Der Solarplexus ist das Reservoir der Vitalkr├Ąfte, der Speicher aller Energien. Wenn ihr wisst, wie man ihn t├Ąglich f├╝llen kann, habt ihr eine Quelle, aus der ihr jederzeit Kr├Ąfte sch├Âpfen k├Ânnt, die ihr braucht. Das hei├čt, eure Lampe wird euch die M├Âglichkeit geben, auf den zu warten, der kommen soll, auf den die Jungfrauen gewartet haben und der jeden Tag in Form von Licht, Weisheit, Inspiration, Kraft und Liebe in euch Einzug halten kann. Die f├╝nf weisen und die f├╝nf t├Ârichten Jungfrauen stehen also f├╝r zwei Arten von Menschen: jene, die wissen, wie sie das ├ľl ihrer Lampe herstellen und jene, die es nicht wissen.

Das ├ľl symbolisiert die Lebenskraft, den Saft, der alle Zellen ern├Ąhrt. Ihr habt schon zahlreiche Erfahrungen gemacht und habt sicher auch Folgendes bemerkt: In einer Woche, in der es euch gelang, weise, g├╝tig und gro├čz├╝gig zu sein, euch selbst zu beherrschen, konntet ihr in den folgenden Tagen schwierige Ereignisse meistern. Alles l├Ąuft dann so ab, als h├Ąttet ihr in euch eine Unterst├╝tzung, eine Hilfe, so etwas wie eine Kraft, die in euch vorbereitet war, eine Widerstandskraft, ein Schutz in den Zellen des Nervensystems; so wohltuend, dass ihr jetzt gro├če Spannungen aushalten k├Ânnt. Es ist etwas in euch entstanden, das euch erm├Âglicht, Ersch├╝tterungen und Schwierigkeiten zu ertragen. Wer ein sinnvolles, lichtvolles Leben f├╝hrt, ein Leben voller Liebe, f├╝hlt in sich eine Kraft aufsteigen, die dem ├ľl der Lampe ├Ąhnlich ist. Und selbst wenn er m├╝de oder krank ist, aber versteht, einen Moment lang ruhig zu bleiben, f├╝hlt er, wie in seinem Inneren eine Kraft wirkt, die ihn wiederherstellt. Wenn diese Kraft in den Zellen nicht existieren w├╝rde, k├Ânnte er keinen Widerstand leisten.

Der Solarplexus ist f├╝r uns ein ├Ąu├čerst wichtiges Zentrum und wir sollten alles vermeiden, was ihn zusammenziehen k├Ânnte, denn dies bewirkt nach und nach auch die Verengung der Blutgef├Ą├če und der verschiedenen Kan├Ąle im Organismus. Und wenn das Blut oder die anderen Fl├╝ssigkeiten schlecht zirkulieren, bilden sich Ablagerungen, die mit der Zeit alle m├Âglichen Beschwerden hervorrufen.

Was den Solarplexus am meisten st├Ârt und als Folge auch die inneren Organe wie Leber, Nieren, Magen usw., das sind Angst, Zorn, Sorgen, Zweifel, z├╝gellose Liebe. Chaotische Gedanken und Gef├╝hle zerst├Âren die Harmonie des Solarplexus, und da in ihm die Kr├Ąfte gespeichert sind, ist die Folge dieser Disharmonie eine vollst├Ąndige Entmagnetisierung. Wenn ihr einen Schreck erlebt oder einen Schock erleidet, f├╝hlt ihr euch sofort von allen Kr├Ąften verlassen, ihr f├╝hlt euch ganz leer, eure Beine tragen euch nicht mehr, eure H├Ąnde zittern und euer Kopf ist ganz leer. Das bedeutet, dass die Kr├Ąfte in eurem Solarplexus ersch├Âpft sind.

Der Solarplexus kann also leer werden, aber er kann sich auch f├╝llen und genau das muss der Sch├╝ler lernen: wie man seinen Solarplexus f├╝llt. Ich werde euch einige Methoden aufzeigen. (Siehe Band 13 der Gesamtwerke, Kapitel 12) Das Geheimnis der Erneuerung der Kr├Ąfte ist bei den Menschen in Vergessenheit geraten.Das Sonnengeflecht kann sich also entleeren, aber es kann sich auch f├╝llen und gerade das muss der Sch├╝ler lernen: wie man sein Sonnengeflecht f├╝llt. Ich werde euch einige Methoden geben. Die Menschen haben das Geheimnis ihrer Erneuerung verloren.

┬╗Wachet, denn ihr wisst weder Tag noch Stunde┬ź, sagt der Br├Ąutigam. Dies ist ein wichtiger Satz. ┬╗Wachet┬ź bedeutet nicht ┬╗schlafet nicht┬ź, denn die Jungfrauen waren eingeschlafen, sowohl die weisen als auch die t├Ârichten, und im Gleichnis steht nicht, dass das ein Fehler war. ┬╗Wachet┬ź, das hei├čt, wacht spirituell, seid aufmerksam, denn ihr wisst weder Tag noch Stunde, an denen der Br├Ąutigam kommen wird. Nun kommt der Br├Ąutigam aber jeden Tag, und da unsere Lampe nicht mit ├ľl gef├╝llt ist, d├╝rfen wir nicht hinein, um am Festessen teilzunehmen, zu dem er uns eingeladen hat. An dem Tag, an dem ihr dieses ├ľl habt, betretet ihr den Festsaal und werdet von ├╝berschw├Ąnglicher Freude erfasst. Alle um euch herum sind dann erstaunt und fragen sich, was euch wohl passiert ist, dass ihr so gl├╝cklich, so strahlend seid. Leider bleibt der Br├Ąutigam nicht lange, denn man versteht es nicht, ihn zu halten, man versteht es nicht, diesen Zustand h├Âchster Begeisterung lange Zeit in sich aufrechtzuerhalten.

Ihr seht, dieses Gleichnis von den zehn Jungfrauen hat einen viel weit reichenderen und tieferen Sinn als jenen, den man ihm bis heute gegeben hat. F├╝r die Eingeweihten ist dieser Sinn vollkommen klar und Jesus hat in diesem Gleichnis von weisen und von t├Ârichten Jungfrauen gesprochen, weil gerade der Solarplexus mit dem Zeichen Jungfrau verbunden ist. Der Solarplexus, wie ich schon einmal sagte, ist das, was Jesus mit dem Wort ┬╗Leib┬ź bezeichnete, als er sagte: ┬╗Aus dessen Leibe werden Str├Âme lebendigen Wassers flie├čen.┬ź Das bedeutet: Wenn wir richtig leben, denken und f├╝hlen, ist unser Solarplexus f├Ąhig, die lebendige Kraft an unsere Zellen zu verteilen. Unter dieser Voraussetzung sind wir immer gesund, voller Kraft und Energien. Wenn man sich daran erinnert, dass Jesus f├╝nftausend Personen mit zwei Fischen und f├╝nf Broten speiste, ist es interessant festzustellen, dass das Zeichen Jungfrau, das mit dem Solarplexus verbunden ist, dem Zeichen Fische genau gegen├╝ber liegt. Die Jungfrau wird von einer jungen Frau dargestellt, die Weizen├Ąhren tr├Ągt, aus denen man Brot macht, und ihr gegen├╝ber ist das Zeichen Fische, das von zwei Fischen dargestellt wird.

Erinnert euch an das, was ich euch in dem Vortrag ┬╗Das Wunder von den zwei Fischen und den f├╝nf Broten┬ź in Bezug auf den Solarplexus sagte. Dieses Wunder von der Vermehrung der Brote steht in Beziehung zu der F├Ąhigkeit Jesu, im Raum zu reisen. Denn Markus sagt, als er beschreibt, dass Jesus auf dem Wasser wandelte bis hin zum Boot: ┬╗Sie aber waren best├╝rzt und au├čer sich. Denn als das mit den Broten geschah, kamen sie noch nicht zur Einsicht.┬ź

Der erhabenste Br├Ąutigam ist der Heilige Geist. F├╝r ihn muss man ├ľl haben, denn er ist eine Flamme, und eine Flamme braucht Nahrung. Die Flamme ist der Br├Ąutigam und das ├ľl seine Nahrung. Die Flamme braucht ├ľl, sonst erlischt sie. Der Br├Ąutigam ist das Licht. Der Heilige Geist ist nichts anderes als der Lichtbr├Ąutigam. Nun wird aber das Licht nur kommen, wenn ihr gen├╝gend ├ľl habt, um seine Flamme zu ern├Ąhren. Ihr versteht jetzt, warum die J├╝nger f├╝nfzig Tage nach Ostern, den Heiligen Geist in Form von Flammen, von Feuerzungen empfangen haben, die ├╝ber ihren K├Âpfen brannten: Weil sie ├ľl hatten!

Also, wenn ihr von nun an die Sonne betrachtet, bittet sie um dieses ├ľl, um diese Quintessenz ÔÇô denn genau sie verteilt diese ├╝berall im Weltraum. Und versucht vor allem, ihr Freund zu werden.

Diese Arbeit muss man zuerst in sich selbst verwirklichen. Der Mensch muss aus seinem K├Ârper ein Instrument des Geistes machen.

Unser Geist ist Gottes Sohn, ein unsterblicher Funke, hervorgegangen aus der Gottheit. Alle Macht, alle Weisheit des Herrn sind in seiner Quintessenz enthalten. Warum kann er sich dann nicht so ├Ąu├čern, wie er ist? Aufgrund unseres physischen K├Ârpers, der zu primitiv, zu grobstofflich, zu materiell ist. Diesbez├╝glich gibt es der Einstellung zahlreicher Christen vieles hinzuzuf├╝gen. Oft haben sie den K├Ârper verachtet, ihn gegei├čelt, ihn gemartert, weil sie glaubten, er sei der Schuldige. Nein, der K├Ârper ist eines der besten Instrumente, das Gott uns gegeben hat, und wenn es dem Menschen eines Tages gelingt, intensiv zu schwingen, wird er die ganze Herrlichkeit, die im Geist verborgen liegt, zum Ausdruck bringen. Gott hat den K├Ârper mit so gro├čer Weisheit und so gro├čem Wissen erschaffen, dass er eines Tages zum Tempel des Geistes werden wird.

Der Mensch kann die Materie nur umwandeln, wenn er sich mit dem Geist identifiziert.

Wenn ihr euch mit der Materie, mit dem physischen K├Ârper identifiziert, dann gewinnt der Tod die Oberhand. Der K├Ârper ist verwundbar, er wird schwach, wird krank, er stirbt, und wenn ihr euch mit ihm identifiziert, bleibt ihr das ganze Leben lang schwach, kr├Ąnklich, finster, bis ihr schlie├člich verschwindet. Wenn ihr euch aber mit dem Geist identifiziert, denn der Geist ist unsterblich, lichtvoll, m├Ąchtig, dann werdet ihr allm├Ąhlich so wie er, unverwundbar. Darin liegt der Vorteil, eine solche Philosophie anzunehmen.

Erwartet nicht viel von einem Menschen, f├╝r den nur der physische K├Ârper z├Ąhlt. Um seine Begierden zu befriedigen, ist er f├Ąhig, seine Frau, sein Land und sogar den Herrn zu verkaufen. Ihr d├╝rft euren physischen K├Ârper nicht vernachl├Ąssigen aber er muss sich den Befehlen von Seele und Geist unterordnen. Deren h├Âhere, edlere, gro├čartigere Bed├╝rfnisse wie das Licht, die Ewigkeit des Geistes, die Unermesslichkeit der Seele, spiegeln sich dann in all eurem Tun und in euren Worten wider, die dann eine Spur des G├Âttlichen in sich tragen. Denn in dem Moment, in dem ihr die Philosophie der Seele und des Geistes annehmt, arbeitet sie in euch, verwandelt sie euch. Ihr seid dann keine furchtsamen und egoistischen Wesen mehr, die vor allem zittern und f├╝r ein paar Groschen alles im Stich lassen. Nehmt diese Philosophie des Geistes an und beginnt mit der inneren Arbeit, der edelsten, gr├Â├čten, g├Âttlichsten, die es gibt. Ihr werdet die Umwandlungen sehen, die sie zuerst in euch vollbringt, dann in eurer Umgebung, in der ganzen Welt und bis zu den Sternen.

Alles h├Ąngt davon ab, wie man die Dinge versteht. Man f├╝ttert den Menschen mit Auffassungen, die ihn schw├Ąchen, ihn zerst├Âren, und das nennt man dann Erziehung. Diese alten Ideen m├╝ssen durch andere, durch neue ersetzt werden, welche Leben, Kraft, St├Ąrke, Erhebung bringen, damit der Mensch sich mehr und mehr der Gottheit n├Ąhert.

Die Arbeit des Geistes auf die Materie ist vergleichbar mit der Einwirkung der Sonne auf die Erde.

Was ist wahre Spiritualit├Ąt? Wenn ich das Buch der lebendigen Natur aufschlage, sehe ich Folgendes: Wenn der Winter kommt, ist die Erde weniger der Sonne ausgesetzt und nichts w├Ąchst, sogar die Fl├╝sse sind eingefroren und das Leben flie├čt nur langsam. Aber im Fr├╝hling, wenn die Sonne alles erw├Ąrmt, wenn die Erde l├Ąnger ihren Strahlen ausgesetzt ist, dann w├Ąchst alles, alles wird sch├Ân und reich, das Leben kreist ├╝berall, sogar Verliebte gibt es dann. Wahre Spiritualit├Ąt kann man mit dem vergleichen, was die Sonne mit der Erde bewirkt. Wenn euer Geist zu strahlen beginnt, wenn er beginnt, mit seiner Liebe und seinem Licht alle Zellen eurer Organe zu durchdringen, um sie zu harmonisieren und sie im Einklang singen zu lassen, dann, ja dann seid ihr wahre Spiritualisten.

Die wahre Spiritualit├Ąt ist die Sonne, die auf die Erde einwirkt, der Geist, der unseren K├Ârper belebt und beseelt, bis sich in uns ein Zustand von Vollkommenheit einstellt und Licht, Gesundheit und F├╝lle in uns einziehen. Wenn jeden Tag unser Geist strahlt und unser ganzes Wesen l├Ąutert, dann beginnt das neue Leben. Unser Organismus wei├č sich alleine nicht zu helfen, wenn unser Geist abwesend ist. Deshalb wird die neue Religion eine Sonnenreligion sein. Die ganze Welt wei├č, dass es eine Sonne gibt und was sie macht, aber sehr wenige haben daran gedacht, dass man die Sonne in sein Herz, in seine Seele einlassen sollte als Symbol, als Lebenskraft. Wenn sich der Sch├╝ler jeden Tag darin ├╝bt, geht er der Auferstehung entgegen.

Der Geist kann nicht direkt auf den physischen K├Ârper einwirken; er braucht Verstand und Gef├╝hl als Vermittler.

Ich gebe euch ein Bildnis: Die Sonne schickt Licht und W├Ąrme auf die Erde. Aber auf Grund der unregelm├Ą├čigen Bodenbeschaffenheit werden manche Stellen st├Ąrker erw├Ąrmt als andere. An den Stellen, welche die W├Ąrme zur├╝ckhalten, steigt die leichter gewordene Luft auf und wird unten durch eine k├╝hlere Str├Âmung ersetzt. Dieser Kreislauf der Str├Âmungen erzeugt Wind. Wenn der Wind das Wasser in Bewegung bringt, wirkt dieses auf die Erde und formt sie. Ihr kennt das alle, aber sehen wir uns einmal an, was es f├╝r Entsprechungen gibt: Die Sonne stellt den Geist dar; der Wind die Gedanken, das Wasser die Gef├╝hle und die Erde den physischen K├Ârper. Wenn der Geist auf die Gedanken einwirkt, dann wirken die Gedanken auf die Gef├╝hle und die Gef├╝hle auf den physischen K├Ârper, auf die Materie ein, um ihn zu modellieren. Und deshalb wirken die Gef├╝hle viel st├Ąrker als die Gedanken auf den physischen K├Ârper, um ihn zu gestalten.

Seht euch jemanden an, der studiert, der nachdenkt oder meditiert: Sein Gesicht bewegt sich nicht. Bei einem anderen hingegen, der unter der Einwirkung eines Gef├╝hls oder einer Emotion steht, bewegt sich alles: die Augen, die Augenbrauen, der Mund und sogar die Haut wechselt die Farbe. Seht euch einen Mann an, der zornig ist oder der Lust hat, sich auf eine Frau zu st├╝rzen: Selbst wenn er seine Emotionen verstecken m├Âchte, kann er es nicht; alle k├Ânnen sie sehen. Das Gef├╝hl wirkt viel st├Ąrker auf den physischen K├Ârper. Der Verstand, der weiter weg und feinstofflicher ist, wirkt sich nicht so sehr aus; man sieht ihn nicht und er ist eine Welt, die nur ├Ąu├čerst schwierig zu erfassen ist.

Der physische K├Ârper mit seinen verschiedenen Organen und Systemen ist nur eine Verdichtung dessen, was der Mensch oben in der Welt der Kr├Ąfte und Schwingungen ist.

Manche Menschen haben eine komische Vorstellung von dem Zustand, in dem sich der Mensch oben im Himmel befindet. Sie glauben, er lebe nur mit seinem Kopf und mit sonst nichts, denn die Leber, der Magen, die Ged├Ąrme und vor allem das Geschlecht sind keine sehr edlen Organe. Aber ich sage euch, dass der Mensch im Paradies vollst├Ąndig und unversehrt ist, und wenn ihr w├╝sstet, in welcher Pracht er erstrahlt, in welcher Sch├Ânheit, in welcher Reinheit, so wie Gott ihn zu Anbeginn erschaffen hat. Er hat Lungen, aber in einer anderen Form; ein Gehirn, Ohren, Augen, aber in einer anderen Form oder vielmehr von anderer Quintessenz, denn es gibt da oben keine Formen mehr, sondern Str├Âmungen, Lichtformen, Kr├Ąfte. Alles in ihm ist so organisiert und funktioniert so, als h├Ątte er einen Magen, Arme und Beine. Nichts fehlt, alles ist da, doch unter dem Aspekt von Tugenden, Qualit├Ąten, F├Ąhigkeiten. Denn die Organe unseres physischen K├Ârpers sind in Wirklichkeit eine Repr├Ąsentation, eine Widerspiegelung, eine Verdichtung von Qualit├Ąten und Tugenden der Welt dort oben.

Die Schulwissenschaft ist noch weit davon entfernt zu wissen, was der Mensch ist, wie Gott ihn in seinen Werkst├Ątten dort oben geformt hat. Nur die gro├čen Hellseher, die gro├čen Meister, die sich bis dort hinauf erheben konnten, offenbarten uns, dass der Mensch dort oben keinerlei Form hat. Er besteht nur aus Kr├Ąften, Str├Âmungen, Energien, Licht, Emanationen, deren Verdichtung die physischen Organe hervorgebracht hat, so wie wir sie kennen. Also der Magen, die Leber, die Milz, das Gehirn, die Augen, die Ohren, die Beine, die Arme stellen oben Kr├Ąfte dar. Und wenn der Mensch unvern├╝nftig ist, beginnt er, seine Lichter auszul├Âschen, alle seine Tugenden zu verlieren und die Organe, die diesen Tugenden entsprechen, beginnen auch schw├Ącher zu werden. Der Einweihungswissenschaft zufolge ist dies die Erkl├Ąrung f├╝r alles physische Durcheinander und die Krankheiten.

Die Beschaffenheit unseres K├Ârpers sowie sein Zustand ÔÇô Krankheit oder Gesundheit ÔÇô h├Ąngen von unserem Seelenleben ab.

Es erscheinen unaufh├Ârlich neue Krankheiten, die die Mediziner in Erstaunen versetzen, weil sie nicht nach deren wahren Ursachen suchen. Tats├Ąchlich gibt es nur eine einzige Krankheit, die eine unglaubliche Zahl an anderen Krankheiten hervorgebracht hat. Krankheit ist zuallererst ein mikroskopisch kleiner Keim, der, wenn er sich entfaltet, schlie├člich den ganzen Menschen durcheinander bringt. Dieser Keim ist in Wirklichkeit eine Idee, die sich auf der Mentalebene des Individuums festklammert, sich dann in den Gef├╝hlen und Handlungen ausbreitet und sich schlie├člich im physischen K├Ârper niederl├Ąsst. Der Mensch m├╝sste bewusster sein, um diesen Prozess aufzuhalten, bevor er als Krankheit auf der physischen Ebene erscheint und sich sagen: ┬╗Ich denke nicht korrekt, ich beurteile die Dinge nicht auf gesunde Art und Weise… Ich bin eifers├╝chtig, zornig, ich empfinde Hass, Verachtung, Hochmut, und darin liegen die Keime zuk├╝nftiger Krankheiten. Um zu verhindern, dass dieser Zustand auf die physische Ebene herabsteigt, beginne ich, die Ursachen auf der Mental- und Astralebene zu beseitigen, dort wo sie sich befinden.┬ź Indem ihr zuerst eure Gedanken und eure Gef├╝hle ├╝berwacht, arbeitet ihr wahrhaft f├╝r eure Gesundheit.

Ich stimme nicht mit der Medizin ├╝berein, wenn sie behauptet, dass die Gesundheit des Menschen ausschlie├člich von physischen Faktoren abh├Ąngt. In Wirklichkeit gibt es auf der Astral- und der Mentalebene andere, m├Ąchtigere Faktoren, die den Organismus reizen oder durcheinander bringen, und genau da muss man alles regeln und in Ordnung bringen, anstatt sich einzig mit dem K├Ârper zu besch├Ąftigen und die Ursachen der Krankheiten immer auf der physischen Ebene zu suchen. Diese beiden Regionen, die astrale und die mentale Ebene, wo Gef├╝hle, Leidenschaften, Begierden und Gedanken entstehen, sind weder erforscht noch werden sie beherrscht. Von dort werden Elemente ausgestrahlt, die anschlie├čend die endokrinen Dr├╝sen, das Nervensystem st├Âren… Man muss also die Ursachen der Krankheiten und ihre Heilmittel viel h├Âher oben suchen. Manche werden einwenden: ┬╗Aber warum sind dann Kinder krank?┬ź Das habe ich euch schon mit Hilfe der Wiedergeburt erkl├Ąrt. (Siehe auch den n├Ąchsten Text:┬áDie Gesetze des Schicksals)

Zweierlei Mittel stehen uns zur Verf├╝gung: die physischen Mittel, die sofort wirken, aber kaum dauerhaft sind und die psychischen Mittel, die schwieriger anzuwenden sind, die jedoch nachhaltige Ergebnisse bringen.

Um schnell in der Materie wirken zu k├Ânnen, sind materielle Mittel notwendig. Um hingegen schnell im psychischen Bereich wirken zu k├Ânnen, sind psychische Mittel notwendig: Gedanken und Gef├╝hle.

Dieses Gesetz hat eine Anwendungsm├Âglichkeit in der Medizin: Die physischen Schwierigkeiten k├Ânnen nicht durch die Gedanken geheilt werden und die psychischen Schwierigkeiten k├Ânnen nicht durch psychische Mittel geheilt werden. Manchmal gen├╝gt ein Wort, sogar ein Blick, um die Dinge im psychischen Bereich einzurichten. Aber im physischen Bereich ist es notwendig, Pillen bzw. sonst irgendwelche ├Ąu├čeren Mittel einzunehmen. Dies will nicht hei├čen, dass man nicht mehr durch die Gedanken oder durch den Geist heilen darf, nein; aber wenn man psychische Mittel ben├╝tzt, darf man nicht ungeduldig sein, und man muss wissen, dass dies viel mehr Zeit brauchen wird. In Wirklichkeit sind dies in weiterer Sicht die einzigen Mittel, auf deren Wirksamkeit man z├Ąhlen kann, alles ├ťbrige ist vor├╝bergehend, lindernd. Hier liegt der Unterschied. Wenn ihr auf der physischen Ebene durch physische Mittel heilen wollt, so ist das gut; ihr werdet schnell Ergebnisse haben, aber diese Ergebnisse sind nicht dauerhaft. Wenn ihr ein Medikament nehmt, m├╝sst ihr es t├Ąglich nehmen und oft sogar mehrmals t├Ąglich; manchmal m├╝sst ihr nach einer gewissen Zeit sogar die Dosis steigern. Wenn ihr hingegen auf die Macht der Gedanken z├Ąhlt, so wird es nicht sofort gro├čartige Ergebnisse bringen, aber das, was ihr erreicht, wird endg├╝ltig sein. Wenn ihr lernt, die Dinge vom Gesichtspunkt der Seele und des Geistes aus wieder herzustellen, so braucht dies Jahre, aber ihr werdet dahin kommen, die Ordnung und die Harmonie bis auf die physische Ebene zu bringen – denn alles kommt von oben; der physischen K├Ârper gehorcht, er bildet und gestaltet sich nach den Anweisungen, die er von oben empf├Ąngt: von den Gef├╝hlen, von den Gedanken oder sogar von der Seele und vom Geist; er selbst kann nichts machen. Und wenn ihr wisst, wie man richtig arbeitet, dann wird euer K├Ârper eines Tages die Form, das Ausma├č und die Farbe annehmen, die der Geist ihm geben wollte. Das darf man nie vergessen. Der physische K├Ârper allein kann nichts, er formt sich nach dem Bild, das er empfangen hat. Genau wie sich ein Baum nach dem Bild formt, das im Samenkorn enthalten ist. Der Baum selbst kann nicht tun, was er will. Wenn ihr etwas erreichen wollt, was ewig andauern wird, dann arbeitet mit dem Geist.

In Wirklichkeit sind die physischen Mittel auch notwendig. Wenn man auf der physischen Ebene ist, darf man die Mittel dieser physischen Ebene nicht vernachl├Ąssigen, aber auch nicht dabei stehen bleiben, sonst begrenzt man sich. Man sollte dem Geist, den Gedanken den Vorrang einr├Ąumen und eines sch├Ânen Tages, wird es sogar auf der physischen Ebene gro├če Ver├Ąnderungen und Verbesserungen geben. Habt also Geduld und arbeitet ununterbrochen in der ├ťberzeugung, dass es sich hier um wahrhaftige Gesetze handelt.

Krankheiten k├Ânnen dazu dienen, innerlich die Kraft des Geistes zu st├Ąrken.

Wenn ihr es schafft, euch w├Ąhrend ihr krank seid, auf dieses oder jenes Organ zu konzentrieren, k├Ânnt ihr etwas Gutes f├╝r eure Zellen tun, indem ihr Sonnenstrahlen auf sie lenkt ÔÇô ja, Strahlen des Lichtes, der Liebe, der G├╝te, der Lebenskraft und der Freude.

Ja, ihr k├Ânnt wirklich, dank der Konzentration der Gedanken eure Gesundheit verbessern. Nat├╝rlich findet ihr, das sei verlorene Zeit. Wo es doch so viele Medikamente, Pillen und Heilmittel gibt und man nur den Mund aufzumachen braucht, warum sich dann konzentrieren? Ja, das stimmt, aber auf diese Weise k├Ânnt ihr euch nicht weiterentwickeln und vor allem k├Ânnt ihr keine inneren, m├Ąchtigen Kr├Ąfte ausl├Âsen, die euch noch dienen k├Ânnten, wenn ihr die Erde einmal verlassen habt. Anstatt auf ├Ąu├čere, unwirksame oder verg├Ąngliche Mittel zu z├Ąhlen, beginnt der Sch├╝ler zu verstehen, dass er stark werden muss und auf die Macht seines Geistes z├Ąhlen sollte, um alles zu heilen. Sonst werden seine inneren F├Ąhigkeiten immer schw├Ącher und am Ende kommen alle zu dem Schluss, dass die ganze Menschheit zu nichts f├Ąhig ist, dass die ├Ąu├čeren Bedingungen ├╝berm├Ąchtig sind. Das ist dann das unumst├Â├čliche Endergebnis, weil man alles daf├╝r getan hat, dass dem so ist.

Der Geist stellt eine fantastische Kraft dar, nur glaubt niemand daran; und wisst ihr aus welchem Grund? Weil man es nur ein einziges Mal und nur eine Minute lang versucht hat; und wenn man nach dieser einen Minute merkt, dass sich nichts ver├Ąndert, dann sagt man sich: ┬╗Warum seine Zeit verlieren? Der Geist kann nichts ausrichten, der Gedanke ist unwirksam.┬ź Aber man hat ├╝berhaupt nichts verstanden. Man muss wissen, dass der Gedanke nichts ausrichten kann und der Geist genauso wenig, weil die Materie so dicht, schwer, hart und dunkel geworden ist, dass man Tausende von Jahren braucht, um sie zu ver├Ąndern, sie empfindsam und feinstofflich zu machen. Und da man mit dieser Arbeit noch nicht begonnen hat, wehrt sich die Materie sehr stark. H├Ątte man seit Jahrhunderten in diese Richtung gearbeitet, dann w├Ąre der physische K├Ârper heute viel geschmeidiger, empf├Ąnglich f├╝r die Gedanken und leicht zu erziehen. Diese Arbeit h├Ątte es dem Licht, dem Geist erm├Âglicht, die Materie zu durchdringen. Die physische Wirklichkeit, die materiellen Bedingungen sind im Moment die m├Ąchtigsten, weil die in die Irre gef├╝hrten Menschen sich mit dem ├Ąu├čeren Schein begn├╝gen und die Welt des Geistes, den Himmel, die Gottheit nicht mehr sehen und nicht mehr f├╝hlen k├Ânnen.

Es gab eine Epoche ÔÇô ich habe euch das alles schon erkl├Ąrt ÔÇô in welcher der Geist des Menschen so weit au├čerhalb seines K├Ârpers war, dass er kein physisches Empfindungsverm├Âgen hatte. Selbst wenn man ihn in St├╝cke geschnitten h├Ątte, h├Ątte er nicht gelitten. Da sein Geist nicht durch die Materie seines K├Ârpers gehemmt war, bewegte sich der Mensch ununterbrochen in der anderen Welt, die er besuchte, die er sah, die er h├Ârte. Erst viel sp├Ąter, nach langen Zeitabschnitten wollte die kosmische Intelligenz, dass der physische K├Ârper sich weiterentwickelt. Also ist der Geist mehr und mehr in den K├Ârper vorgedrungen, hat sich in ihm niedergelassen und ist schlie├člich so sehr mit ihm verschmolzen, dass er sich nicht mehr dessen bewusst ist, Geist zu sein, er identifiziert sich nicht mehr mit sich selbst, er hat vergessen, wer er ist, er sieht lediglich den K├Ârper. Aber nur um den K├Ârper zu beherrschen und zu lenken, ist der Geist so tief in ihn hineingedrungen, damit der K├Ârper f├Ąhig wurde, gro├če Taten zu vollbringen, zu denen er in den Epochen zuvor nicht f├Ąhig war. Wenn der Geist einmal Herr ├╝ber alle Organe und Funktionen des K├Ârpers geworden ist, dann beginnt eine Entwicklung in umgekehrter Richtung. Die Menschen werden hellsichtig, hellh├Ârig, begabt mit medialen F├Ąhigkeiten, empf├Ąnglich f├╝r die geistige Welt und so allm├Ąhlich zur Vollkommenheit gelangen.

Die Einweihungsmedizin besch├Ąftigt sich mit dem Ganzen und nicht mit dem einzelnen Teil

Wenn irgendetwas nicht stimmt, wenn ihr Kopfschmerzen, Pickel habt oder euch ├╝bel ist, dann versucht nicht immer, euch sofort davon zu befreien. Denn es kann sein, dass die unsichtbare Welt euch dieses Leiden schickt, um euch anzutreiben, eine spirituelle Arbeit zu verrichten, die ihr bis dahin nie gemacht habt und die ihr ohne dieses Leiden nie machen w├╝rdet. Ihr verrichtet also diese Arbeit und denkt ├╝berhaupt nicht an euer Leiden. Im Laufe der Zeit ist dann nicht nur die Krankheit vergangen, sondern ihr habt dazu noch gro├če spirituelle Fortschritte gemacht.

Bevor man den leichten Weg geht und sich von der kleinsten Unannehmlichkeit durch ├Ąu├čere Mittel befreit, muss man ein spirituelles Element herbeirufen und mit dem Licht, mit der Liebe, mit der Harmonie, mit der Reinheit arbeiten. Im selben Augenblick befreit ihr euch nicht nur von dem kleinen ├ťbel, das euch st├Ârte, sondern euer ganzer K├Ârper wird sich in einem besseren Zustand befinden. Denn die Arbeit, die ihr macht, wirkt nicht nur auf einem Quadratzentimeter irgendwo, sondern auf euren gesamten physischen und auch psychischen Organismus. Und das ist besser, denn dem ganzen Menschen geht es dann besser aufgrund einer Kleinigkeit. Was in der heutigen Medizin hingegen geschieht, ist genau das Gegenteil. Man konzentriert sich genau auf die Stelle, wo ihr das Leiden habt, um zu heilen, zu reinigen, aufzuschneiden. Und der Organismus, der vielleicht voller Unreinheiten ist, bleibt auf diesen sitzen. Obgleich es euch gelungen ist, etwas an eurem K├Ârper zu reparieren, ist euer Organismus als Ganzes nicht befreit. Daraus ist zu schlie├čen, dass die Medizin noch nicht auf den richtigen Prinzipien beruht. Die wahre Medizin ber├╝hrt den ganzen Menschen; denn wenn man versucht, den ganzen Menschen zu verbessern, zieht jedes Organ, jede Stelle des K├Ârpers Nutzen aus dieser Verbesserung. Die Medizin der Zukunft wird sich nicht mehr damit aufhalten, nur ein Organ zu heilen, sondern sie wird euch lehren, euch selbst wiederherzustellen, euch zu reinigen, euch mit dem Kosmos in Harmonie zu bringen. Im selben Augenblick werden nicht nur diese kleinen Leiden verschwinden, sondern auch andere noch in euch schlummernde St├Ârungen, die nur auf den Moment warten, euch packen zu k├Ânnen. Dies ist die zuk├╝nftige Medizin. Im Moment ersetzt man einen Teil, schneidet einen anderen weg, doch der Mensch bleibt weiterhin kr├Ąnklich, weil man nicht alles gereinigt und in einen guten Zustand versetzt hat. Unsere Medizin hingegen ist wirksamer. Wenn es euch gelingt, euch auf diese Weise zu behandeln, werdet ihr nie mehr krank, denn als Folge eines kleinen unbedeutenden Leidens erreicht ihr einen vollkommenen Zustand.

Die Zellen unseres physischen K├Ârpers sind vergleichbar mit einem Volk, das unserem Beispiel folgt.

Der Mensch ist von einem mit ihm fest verbundenen Volk von Zellen bewohnt. Dieses Volk ahmt ihn nach. Wenn der Mensch Gesetze ├╝bertritt, so nimmt sein Volk dies wahr und wird genauso wie sein Herr; und dieser muss dann sp├Ąter die Pr├╝gel einstecken. Irgendetwas in seinem Inneren funktioniert nicht mehr richtig und er beklagt sich: ┬╗Aber was geht in mir vor? Das ist ja eine Revolution!┬ź Tats├Ąchlich aber hat er selbst seine Zellen so erzogen.

Jedes Durcheinander in euch ist die Folge davon, dass ihr eure Zellen schlecht erzogen habt. Wenn ihr zum Beispiel euer Zimmer missmutig kehrt, dann werft ihr die St├╝hle um, schlie├čt die T├╝ren mit einem Fu├čtritt und sto├čt die M├Âbel an. Nun, das spiegelt sich in euch wider und dann folgen euch eure Zellen: Wenn sie etwas verr├╝cken, dann teilen sie Fu├čtritte aus. Ihr schreit: ┬╗Au, was ist denn los?┬ź Das sind ganz einfach ein paar Zellen, die den ┬╗M├Âbeln┬ź Fu├čtritte geben, weil sie euch imitieren!

Wie man auf seine eigenen Zellen einwirken kann. Drei ├ťbungen:

Mit der Liebe.

Gedanken, Gef├╝hle und Handlungen sind mit verschiedenen Zellen unseres Organismus verbunden und sch├Ądigen sie entweder oder beleben sie. Mit der Liebe k├Ânnen wir unsere Zellen beleben.

Ich beschreibe euch eine ├ťbung: W├Ąhlt t├Ąglich ein paar freie Minuten und kommt zur Ruhe, entspannt euch und stattet in Gedanken all euren Zellen einen Besuch ab. Man muss sich zu ihnen begeben wie ein K├Ânig, der durch sein K├Ânigreich geht, um den Zustand seines Volkes kennen zu lernen. Man muss nachpr├╝fen, ob Wasser da ist, ob die Kanalisation gut funktioniert, ob die Stra├čen sauber und beleuchtet sind, ob die Einwohner zufrieden sind. Auf diese Weise belebt das bewusste Denken jede Zelle, an der es vorbeikommt. Damit besucht ihr die Lungen, das Herz, den Magen, die F├╝├če usw., indem ihr zu euren Zellen sagt: ┬╗Also, bringt das alles in Ordnung: Hier fehlt Licht, hier gibt es Unreinheiten zu beseitigen.┬ź ÔÇô Und da die Zellen vor dem K├Ânig Respekt haben und alles f├╝r seinen Besuch sauber machen m├╝ssen, sehen sie es als ihre Pflicht an, alles zu verbessern.

Ihr seid Staatsoberh├Ąupter, aber ihr kommt nie auf die Idee, euer K├Ânigreich zu besuchen. Ihr esst, trinkt und am├╝siert euch, ohne an euer Volk zu denken. Die Zellen sagen zu euch: ┬╗Majest├Ąt, dies oder jenes l├Ąuft nicht sehr gut und wir haben uns versammelt, um Sie zu bitten…┬ź Doch der K├Ânig bleibt diesen Warnungen gegen├╝ber taub, er am├╝siert sich, er hat keine Zeit.

Wer regelm├Ą├čig seinem Organismus einen Besuch abstattet, dem gelingt es schlie├člich, seine Zellen zu erneuern, zum Leben zu erwecken. Ja, denn ich spreche hier von einer Auferstehung im gegenw├Ąrtigen Leben und nicht von einer Auferstehung nach Jahrtausenden. Man muss in dieser Inkarnation auferstehen und diese Auferstehung vollzieht sich nach und nach jeden Tag. Sie geschieht nicht augenblicklich. Ein Fu├čg├Ąnger bricht auf dem Gehsteig zusammen: Dem Anschein nach ist dies ein pl├Âtzlicher Unfall, doch wie lange war er in Wirklichkeit krank? Auf die gleiche Weise vollzieht sich unsere Auferstehung. Nach und nach geschieht sie jeden Tag durch die Liebe. Wenn wir in uns die Liebe herbeirufen, wird sie zu einem starken Strom, der von den Bergen herabflie├čt: ├ťberall, wo er vorbeiflie├čt, erscheinen Gr├Ąser, Blumen und Fr├╝chte. Die Liebe ist der belebende Fluss, der immer flie├čt und der unsere Kr├Ąfte und unser Leben st├Ąrkt.

Mit der Harmonie.

In den heiligen B├╝chern steht geschrieben, dass der Mensch seine K├Ânigsw├╝rde wiederfinden soll, dass er sich wieder auf seinen inneren Thron setzen soll, von dem ihn seine Begierden, seine Gef├╝hle und seine Leidenschaften verjagt haben.

Die Menschen sind gew├Âhnt, so ziemlich ├╝berall zu befehlen: in ihrem Beruf, beim Milit├Ąr, in ihrer Familie, aber wenn sich in ihnen selbst eine Begierde ├Ąu├čert und sie wie eine Schlange umwindet, dann unterwerfen sie sich, gehorchen ihren Anordnungen und geben ohne Widerstand nach. Wenn man sich analysiert, so wird man feststellen, dass sich die Dinge genau so abspielen. Man ist f├Ąhig, andere zu befehligen, jedoch unf├Ąhig sich selbst zu befehligen und das ganze Chaos wieder in Ordnung zu bringen. Nun besteht die Arbeit des Sch├╝lers genau darin, sein inneres Wesen ins Bewusstsein zu r├╝cken, es zu harmonisieren, in sich selbst wieder Ordnung herzustellen, und wenn diese ├ťberpr├╝fung durchgef├╝hrt ist, sich mit der Kosmischen Intelligenz zu verbinden und ihre Pl├Ąne zu verwirklichen. Alle Arbeiten, die ihr in den anderen Bereichen verwirklichen k├Ânnt, verblassen angesichts der Bedeutung dieser einen Arbeit: sich mit dem Kosmos in Harmonie zu bringen und diese Harmonie im eigenen K├Ânigreich, in den eigenen Zellen einzuf├╝hren. Arbeitet also daran, eure eigenen Zellen zu beeindrucken. Sagt zu ihnen: ┬╗Ihr werdet tun, was ich euch sage und nichts anderes!┬ź Und die Zellen m├╝ssen sich zwangsl├Ąufig unterwerfen, weil ihr sie beeindruckt, dank eurem Gehorsam den g├Âttlichen Gesetzen gegen├╝ber und nicht kraft der Autorit├Ąt einer Person. Auf diese Weise holt ihr euch eure K├Ânigsw├╝rde wieder zur├╝ck.

Mit dem Licht.

Man hat Jesus oft als einen guten Hirten dargestellt, der seine Schafe beh├╝tet. Doch auch der Mensch ist ein Hirte f├╝r seine Zellen und muss sie vor W├Âlfen sch├╝tzen, die st├Ąndig in die Herde eindringen wollen, wie Mikroben, Larven, Elementale, die unaufh├Ârlich ├╝ber sie herfallen.

Wenn der Mensch nicht die gro├čen Wahrheiten der g├Âttlichen Welt anwendet und nicht in Harmonie mit den Regeln der lebendigen Natur lebt, wird sein Organismus schwach. Darum muss er sich mit dem Licht verbinden. Er muss lernen, es in seine Zellen zu schicken, um die ┬╗W├Âlfe┬ź im Inneren zu verjagen. Nur die Lehre des Lichtes, die Lehre Christi kann euch auferwecken. Jesus zu lieben und zu predigen, wie man es seit zweitausend Jahren macht, n├╝tzt nichts. Das ist die ├Ąu├čere Seite der Religion, die einfache Seite. Der Mensch bleibt ein vom eigenen Volk, von den eigenen Schw├Ąchen, den eigenen Zellen entthronter K├Ânig. Deshalb wird der Mensch nur dann zu einem guten Hirten, wenn er der Kraft des Lichtes, des belebenden, st├Ąrkenden und befreienden Geistes vertraut. Sonst greifen ihn die ┬╗W├Âlfe┬ź auf die unterschiedlichste Art und Weise an.

Der Geist nimmt auf der physischen Ebene konkrete Formen an. Dieses Gesetz macht die Bildung des ┬╗K├Ârpers der Auferstehung┬ź verst├Ąndlicher, von dem die Heilige Schrift spricht ÔÇô ein Thema, das in der christlichen Theologie sehr unklar geblieben ist.

Seht, wie die Christen die Auferstehung begreifen: Jemand stirbt, man begr├Ąbt ihn und man stellt sich vor, er werde bis zum J├╝ngsten Gericht in seinem Grab warten. Also alle, die seit Millionen von Jahren tot sind, sind noch nicht auferstanden und warten immer noch. Nun, ich glaube nicht an eine Auferstehung, auf welche die Gesch├Âpfe so lange warten m├╝ssen. Wenn ein Mensch stirbt, zerf├Ąllt sein K├Ârper und alle Teilchen werden verstreut und kehren zu Erde, Wasser, Luft und Feuer zur├╝ck. Manche dieser Teilchen dienen sogar dazu, andere Menschen zu formen. Um also einen einzigen Menschen auferstehen zu lassen, m├╝sste man nicht nur die ganze Welt zerlegen, um die Teilchen seines K├Âpers wieder zu finden, die sich in B├Ąumen, in Felsen und Bergen befinden, sondern man m├╝sste auch noch die Auferstehung derjenigen Menschen verhindern, deren K├Ârper aus denselben Teilchen aufgebaut waren. Was w├Ąre das f├╝r ein Schauspiel, diese Auferstehung! Man l├Ąsst alle auferstehen, die krank, verseucht, syphilitisch waren ÔÇô Milliarden und Abermilliarden, die dann auferstehen werden! Wisst ihr ├╝berhaupt wie viele Leute seit Jahrtausenden geboren wurden und gestorben sind? Und dann richtet man sie f├╝r ein Leben von nur drei├čig, vierzig oder sechzig Jahren (oder vielleicht gar 900 Jahren wie bei Methusalem), nachdem sie schon Tausende von Jahren in den Gr├Ąbern waren. Wenn man sie dann richtet, so denke ich, wird man sie richten und verurteilen, weil sie zu lange geschlafen haben. Ja, denn w├Ąhrend des Schlafens waren sie nutzlos und Nutzlosigkeit ist die gr├Â├čte S├╝nde… In Wirklichkeit gibt es im Universum nichts dergleichen, ├╝berall ist dort nur ununterbrochene Aktivit├Ąt zu sehen. Den Tod gibt es nicht; es gibt nur das Leben. Wenn ihr gut beobachtet, dann seht ihr ├╝berall nur Leben, aber in unterschiedlichen Formen.

Nat├╝rlich gibt es ein Gericht und nicht nur eines, sondern Tausende. Bereits im Leben wird man mehrere Male gerichtet. Der Beweis: Ihr esst zu viel und seid dann krank. Das ist ein Richterspruch. ÔÇô Ihr seid unachtsam und st├╝rzt: ein weiterer Richterspruch. ÔÇô Und eines Tages verlasst ihr diese Welt: wieder ein Richterspruch. ├ťberall st├Â├čt man auf Richterspr├╝che.

In den Evangelien hei├čt es: ┬╗Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel┬ź (Mt 22,30). Und wo haben sich die Menschen so wunderbar entwickeln k├Ânnen, um zu Engeln zu werden? Auf jeden Fall nicht im Grab. Im Grab gibt es keine Entwicklung, man bleibt wie man ist. Man muss also begreifen, dass zwischen Tod und Auferstehung eine ganze Zeitspanne liegt, w├Ąhrend der sich die Menschen umwandeln und entwickeln k├Ânnen, denn sie werden immer wieder geboren. Alle sind dazu bestimmt, eines Tages aufzuerstehen und wie die Engel zu werden, von vollkommener Reinheit. Aber diese Auferstehung setzt die Wiedergeburt voraus.

Die Auferstehung wurde immer in den Einweihungs-Heiligt├╝mern gelehrt. Aber wie geschieht diese Auferstehung? Das wissen selbst nur sehr wenige Spiritualisten. Parallel zum physischen K├Âper des Menschen gibt es einen anderen, unsichtbareren, feinstofflicheren K├Ârper, den man ├Ątherisches Doppel oder Vitalk├Ârper nennt. Dieser enth├Ąlt die Keime f├╝r den K├Ârper der Auferstehung. Durch seine lichtvollen und spirituellen Gedanken und Gef├╝hle formt der Mensch diesen K├Ârper der Auferstehung, den man auch Glorienk├Ârper, Lichtk├Ârper, K├Ârper der Unsterblichkeit oder K├Ârper Christi nennt und den er eines Tages auferstehen lassen muss.

Jeder tr├Ągt einen Keim Christi in sich, den er entfalten muss, indem er bewusst an ihm arbeitet. Man erschafft den Glorienleib nicht. Jedes Wesen besitzt ihn in Form eines Keimes, und die Arbeit des Sch├╝lers besteht eben darin, ihn zu begie├čen, ihn zu erw├Ąrmen, ihn zu ern├Ąhren. Der Glorienleib kann nur aus dem Besten von uns selbst gebildet werden. Wenn wir ihn lange Zeit mit unserem Fleisch, mit unserem Blut, mit unserem Fluidum, mit unserem Leben ern├Ąhren, wird er lichtvoll, strahlend, stark, unsterblich, weil er aus unverw├╝stlichen, ewigen Materialien gebildet wird. Er vollbringt Wunder, zuerst in uns selbst und dann auch au├čerhalb von uns.

Wenn ihr sehr intensive Momente spirituellen Lebens erlebt habt, wenn ihr Musik h├Ârt, wenn ihr von einem Schauspiel von gro├čer Sch├Ânheit hingerissen seid, wenn ihr euch mit dem Himmel verbindet, mit der Sonne, um einige sehr lichtvolle Teilchen aufzunehmen ÔÇô dann n├Ąhrt ihr in diesem Moment euren Glorienleib, ihr st├Ąrkt ihn. Denn Gef├╝hle der Liebe und des Entz├╝ckens zum Beispiel, solche Empfindungen sind Teilchen, dank derer ihr euer eigenes Kind formt. Ihr ern├Ąhrt euren Glorienleib genau so, wie die Mutter ihr Kind n├Ąhrt: mit ihrem Blut, ihren Gedanken, ihren Gef├╝hlen.

Jesus ist nicht mit seinem physischen K├Ârper auferstanden, denn sein physischer K├Ârper war bereits tot. Er ist mit seinem ├ätherk├Ârper dem Grab entstiegen. Deshalb sagte er zu Maria Magdalena: ┬╗Ber├╝hr mich nicht┬ź Er konnte sich nicht ber├╝hren lassen, bevor er seinen K├Âper nicht dichter, materieller gemacht hatte. Sp├Ąter erlaubte er Thomas, ihn zu ber├╝hren, aber vorher war das nicht m├Âglich. Als Jesus Maria Magdalena erschien, ihr erinnert euch, konnte sie ihn anfangs nicht erkennen. Und warum nicht? Weil sein ├ätherk├Ârper, wie ich euch gerade sagte, noch nicht richtig geformt war und also noch nicht die Z├╝ge, die Erscheinung Jesu angenommen hatte. Deshalb dachte sie, sie s├Ąhe den G├Ąrtner. Wie h├Ątte sie sich sonst so t├Ąuschen k├Ânnen, da sie Jesus doch so gut kannte? Wenn der ├ätherk├Ârper wirklich geformt ist, nimmt er die gleichen Z├╝ge, die gleiche Erscheinung an wie der physische K├Ârper, weil er ein genaues Abbild des physischen K├Âpers ist.

Ihr seht also, nun ist alles klar verst├Ąndlich. Jesus ist nicht mit seinem physischen K├Ârper auferstanden, er ist mit seinem ├ätherk├Ârper, mit seinem Glorienleib auferstanden. Er hat mit seinen J├╝ngern gegessen, dann ist er gegangen… Aber er lebt mit seinem Glorienleib noch immer, er hat die Erde nicht verlassen. Jesus hat die Erde nicht verlassen, denn er hat gesagt: ┬╗…ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende┬ź (Mt 28,20). Nat├╝rlich hat er die physische Erde verlassen, aber nicht die ├Ątherische, lebendige, lichtvolle, g├Âttliche Erde, von der die Bibel spricht, zum Beispiel mit dem Psalmenvers: ┬╗Ich werde wandeln vor dem Ewigen auf der Erde der Lebendigen.┬ź

Und auch im Moment der Verkl├Ąrung, als Jesus seinen J├╝ngern mit Moses und Elias erschien, war er so lichtvoll und strahlend, dass seine J├╝nger dieses Licht nicht ertragen konnten und zu Boden fielen und ihr Gesicht verbargen. Diese Verkl├Ąrung geschah ebenfalls mit dem Glorienleib. Der Moment war noch nicht gekommen, um ihn endg├╝ltig vom physischen K├Ârper zu l├Âsen, aber er konnte sich bereits manifestieren. Wie auch immer der Klerus die Verkl├Ąrung darstellte, in Wirklichkeit l├Ąsst sie sich nur durch die Schwingungen des Glorienleibes erkl├Ąren, welcher, wenn er sich manifestiert, reines Licht, reines Leuchten ist.

Dieser Text stammt aus dem Buch ┬╗Die neue Religion┬ź von Omraam Mikhael Aivanhov, Kapitel 9: ┬╗Wie man an seiner eigenen Materie arbeiten kann – Der K├Ârper der Auferstehung┬ź.