Die Gesetze des Schicksals

Die Gesetze des Schicksals

Eine universelle Religion muss das gesamte Wissen und alle Praktiken umfassen, die es dem Menschen ermöglichen, bis zum Herrn zu gelangen. Wenn sich zum Beispiel das Christentum weigert, die Lehre der Wiedergeburt zu vermitteln, dann hindert sie uns daran, die Gerechtigkeit Gottes zu verstehen. Anschließend darf man sich dann nicht wundern, wenn alles unsinnig wird. Man erkennt nicht mehr den tieferen Grund dafĂŒr, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Alles scheint abnormal und ungerecht zu sein. Angesichts des Bösen oder des Leides sagt der Christ: »Gott wollte es so.« Macht Gott also, was ihm gerade so in den Sinn kommt? Er fasst die unsinnigsten, ungerechtesten und grausamsten BeschlĂŒsse und schickt uns anschließend in die Hölle, um uns zu strafen. Wir tragen doch gar keine Schuld! Er hĂ€tte uns nur mehr Unterscheidungsvermögen, mehr Urteilskraft, mehr Intelligenz geben sollen. Er hat es nicht gewollt, und wenn wir jetzt Verbrecher sind, wen trifft dann die Schuld daran? Warum mĂŒssen wir bestraft werden? Der Herr ist also ein mutwilliger Peiniger und warum sollten die Menschen an einen Peiniger glauben, an einen grausamen und launenhaften Gott?

Aber sobald ihr die Wiedergeburt akzeptiert, Ă€ndert sich alles, ihr versteht dann, dass von einem Leben zum anderen eine bestimmte Ursache auch eine bestimmte Wirkung hervorruft und dass also ihr die Schuldigen seid, weil ihr diese oder jene Richtung eingeschlagen habt, und nicht der Herr. Es wird damit alles klar und sinnvoll und ermöglicht es euch voranzukommen. Die Christen hingegen haben sich dadurch, dass sie die Wiedergeburt abgelehnt haben, fĂŒr Jahrhunderte den Weg versperrt.

Unser jetziges Leben ist das Ergebnis unserer frĂŒheren Leben. Der Mensch kann nicht frei sein, solange er noch »Schulden« abzutragen hat.

Viele Menschen wollen sich befreien, haben aber eine falsche Vorstellung davon, wie sie es anstellen sollen. Sie tun alles, um ihren Verpflichtungen zu entkommen, um vor ihren Pflichten davonzulaufen und alle Verbindungen zu durchtrennen. Damit halten sie sich dann fĂŒr frei. Nein, auf diese Art und Weise befreit man sich nicht. Wahre Befreiung heißt, alle Schulden zu begleichen. Wie viele Leute wollen sich von ihrer Frau, ihren Kindern, ihrem Chef, von der Gesellschaft befreien, ja, sogar von ihrem Leben, indem sie sich selbst umbringen! Aber die Befreiung ist so lange nicht möglich, solange man nicht alle Schulden bezahlt, alles Karma gelöscht hat. Man sollte danach streben, sich zu befreien, aber das sollte im Einklang mit den göttlichen Regeln geschehen.

Selten trifft man Menschen, die wissen, was wahre Befreiung bedeutet. Die meisten wollen um jeden Preis unabhĂ€ngig sein, indem sie sich ihren Pflichten entziehen. Das ist so, als wĂŒrden sie nach einem guten Essen in einem Restaurant einfach weggehen ohne zu bezahlen. Das ist unehrlich und ein schlechter Stil. Die lichtvollen Geister auf der anderen Seite akzeptieren solch eine Einstellung nicht. Man bildet sich oft ein, man hĂ€tte sich befreit, weil man es geschafft hat, sich von seinem Chef oder seiner Frau zu befreien, aber im selben Augenblick warten neue Unannehmlichkeiten, neue Fallen auf euch, die euch zeigen, dass ihr euch irrt. Das nennt man dann vom Regen in die Traufe geraten.

Auch wenn es das Ziel einer spirituellen Lehre ist, den Menschen frei zu machen, kann sie es ihm in keinen einzigen Fall ersparen, seine Schulden, sein Karma abzutragen.

Ihr seid SchĂŒler einer spirituellen Lehre, ihr lebt im Licht, aber das bewahrt euch nicht davor, dass euch von Zeit zu Zeit ein UnglĂŒck oder ein Missgeschick widerfĂ€hrt. Man ist nicht vor allem geschĂŒtzt, nur weil man SchĂŒler einer Einweihungsschule ist. Damit euch kein Übel mehr geschieht, mĂŒsst ihr alle Schulden der Vergangenheit beglichen haben. Wenn ihr sie noch mit euch herumschleppt, ob ihr nun einer Lehre folgt oder nicht, ob ihr nun im Licht seid oder nicht, ihr mĂŒsst sie bezahlen, daran kommt ihr nicht vorbei.

Ihr seid SchĂŒler einer göttlichen Lehre, einverstanden. Ihr lebt im Licht, ihr tut ab jetzt nur noch Gutes, einverstanden, dennoch muss man wissen, dass dieses Gute erst in der Zukunft Ergebnisse zeitigen wird und nicht augenblicklich. Wenn ihr mit Schwierigkeiten konfrontiert seid, mĂŒsst ihr sie akzeptieren und sagen: »Herr, mein Gott, dies kann meine Arbeit, die ich im Licht gemacht habe, nicht zerstören. Umso besser fĂŒr mich, wenn diese Unannehmlichkeiten auftauchen, das bedeutet nur, dass ich mich befreie, und das ist sehr gut. Jetzt weiß ich, warum mir das passiert, ich werde mich nicht mehr dagegen auflehnen, ich werde nicht mehr darum bitten, dass man mich schonen möge.«

Da unser Leben das Ergebnis der Vergangenheit ist, sind unsere Möglichkeiten, darauf einzuwirken, begrenzt; wir können jedoch von nun an unserer Zukunft arbeiten, den zukĂŒnftigen Inkarnationen.

In diesem Leben könnt ihr an eurem Schicksal nicht mehr so viel Ă€ndern, aber ihr habt alle Möglichkeiten, auf das nĂ€chste Leben einzuwirken, durch eure WĂŒnsche, eure Arbeit, euer Streben und euer Bitten. Warum befinden sich manche Menschen in einer so bedauernswerten Situation? Weil sie im vorigen Leben nicht wussten, worum sie hĂ€tten bitten sollen, woran sie hĂ€tten arbeiten sollen, um heute die eine oder andere Möglichkeit bzw. Tugend zu besitzen. Sie wussten es nicht, und wenn sie jetzt weiterhin unwissend bleiben, wird das nĂ€chste Leben genauso schief gehen und es wird sogar noch schlimmer sein. Deshalb rate ich euch, dieses Leben zu eurem Vorteil zu gestalten. Nutzt all die Jahre, die ihr noch zu leben habt, meditiert, wĂŒnscht euch, erbittet das Beste, weil ihr damit schon jetzt Projekte in Gang setzt, die sich materialisieren und kristallisieren werden. Das, was heute kristallisiert, ist widerstandsfĂ€hig und lĂ€sst VerĂ€nderung nicht zu. Solange es nicht abgenutzt ist, kann es nicht ersetzt werden. Aber wenn der Mensch stirbt, kristallisiert sich auf der physischen Ebene genau das, was er mit seinem Geist und mit seinem Denken erschaffen hat. Er kehrt zurĂŒck mit Schönheit, Intelligenz, Gesundheit und GĂŒte, denn die Gedanken und WĂŒnsche, die er ausgesandt hat, haben sich in Form einer neuen Struktur materialisiert und diese Struktur ist ihrerseits hartnĂ€ckig und sehr widerstandsfĂ€hig. Wenn die jetzige Form, die nicht so großartig ist, verschwindet, werdet ihr die neue sehen, die ihr geschaffen habt und ihr werdet erstaunt sein ĂŒber ihre Pracht.

Das, was auf der Erde Form annimmt, ist die Folge dessen, was sich oben manifestiert. So lĂ€sst es sich erklĂ€ren, dass ein Hellseher die zukĂŒnftigen Ereignisse vorhersagen kann, denn er hat sie in der höheren Welt schon verwirklicht gesehen. Es braucht eine gewisse Zeit, bis diese Ereignisse die physische Ebene erreichen, aber sie erreichen sie zwangslĂ€ufig, weil sie oben schon festgeschrieben sind. Seht euch eine Schlange an. Ihr Schwanz nimmt immer denselben Weg, den ihr Kopf schon gegangen ist. Der Kopf steht fĂŒr das Denken und der Schwanz fĂŒr die Handlungen. Der Schwanz folgt dem Kopf. Die Erde stellt den Schwanz dar, die Ergebnisse dessen, was auf der anderen Seite, in der feinstofflichen Welt, schon stattgefunden hat. Wer diese Wahrheit gut kennt und die Geduld hat, lange, sehr lange gute Gedanken und gute GefĂŒhle zu nĂ€hren, ohne jemals den Mut zu verlieren, dem wird es gelingen, eines Tages den Schwanz nachfolgen zu lassen, das heißt, er kann seine Handlungen, sein Verhalten, seine Instinkte, seinen physischen Körper verwandeln. Man muss also auf der spirituellen Ebene zu arbeiten beginnen und die materielle Ebene wird sich ganz automatisch verwandeln.

Ehe, Ehelosigkeit, die Geburt von Kindern, die Begegnung mit Freunden oder Feinden usw. werden von unseren vorangegangenen Leben bestimmt.

Es ist selten, dass eine Ehe wirklich vollkommen ist, aber anstatt sich sofort scheiden zu lassen, ist es besser, die Unannehmlichkeiten zu ertragen und sich zu sagen: »Mein Mann – dass ich gerade auf ihn gestoßen bin, wo es doch so viele Millionen MĂ€nner auf der Erde gibt, das ist auf meine frĂŒheren Leben zurĂŒckzufĂŒhren, denn auf dieser Welt muss es eine Gerechtigkeit geben. Also muss ich ihn fĂŒr dieses Leben akzeptieren. Ich muss lernen und besser werden.« Auf diese Weise zahlt ihr die alten Schulden, anstatt noch mehr Schulden anzuhĂ€ufen, weil ihr euch befreien wollt. Wenn ihr die Angelegenheit aber falsch angeht, wird die Schuld grĂ¶ĂŸer und ihr begegnet euch in einem anderen Leben wieder, um diese Schulden vielleicht in anderer Form zu bezahlen. Es lohnt sich also, diese Auffassung zu akzeptieren, wenn man sich wirklich befreien will. Es gibt FĂ€lle, in denen muss man sich befreien, aber man muss gefĂŒhrt sein, klar sehen, und wissen, wann und wie man es bewerkstelligen soll, um dabei gleichzeitig alle seine Schulden zu tilgen.

Viele MĂ€nner und Frauen, die das Gesetz des Karma nicht kennen, sagen: »Ich werde niemals heiraten!« Aber nach einer gewissen Zeit schickt ihnen die unsichtbare Welt jemanden und sie kapitulieren und heiraten. Es ist also nicht so einfach. Glaubt ihr, dass alle, die ehelos bleiben wollen, es auch bleiben? Ganz und gar nicht! Wenn es fĂŒr sie bestimmt ist, dass sie heiraten, dann mĂŒssen sie das auch. Sehr wenige können frei bleiben. Es gibt auch Ehelose, die ehelos sind, weil sie bestraft werden, denn fĂŒr sie ist die Ehelosigkeit keine Freiheit, sondern eine Last. FĂŒr andere hingegen ist sie ein Segen. Ihr seht also, es hĂ€ngt alles vom Schicksal ab, das ihr verdient.

Wie viele Eltern wissen, wenn ein Kind in ihre Familie kommt, woher es kommt, wie seine Geschichte ist und warum es gerade hier bei ihnen geboren wird? Oft kommen Kinder in eine Familie, weil sie in einem frĂŒheren Leben bestimmte Beziehungen zu den Eltern hatten. Wenn es ein Junge ist, war er vielleicht der Geliebte seiner Mutter. Und wenn es ein MĂ€dchen ist, die Geliebte ihres Vaters. Da sie die Liebe nicht in ihrer wahren Form zu leben wussten, mĂŒssen sie sich nun, um sich weiterzuentwickeln, auf andere Art und Weise lieben. Wenn heute ein Mann und eine Frau sich gegenseitig sexuell anziehend finden, kommen sie vielleicht wieder, um sich als Eltern und Kinder zu lieben. Sie werden sich wieder kĂŒssen, aber ihre KĂŒsse werden die KĂŒsse einer Mutter, eines Vaters und eines Kindes sein, weiterentwickelt und spiritueller.

Aber man darf jetzt nicht glauben, dass die Kinder einer Familie in einem frĂŒheren Leben immer die Geliebten der Mutter oder des Vaters waren. Es kann zum Beispiel sein, dass jemand einem anderen einen Schaden zugefĂŒgt hat und nun muss er ihn als Kind in die Familie aufnehmen, um diesen Schaden wiedergutzumachen, um die Schulden zu bezahlen. Man kann nicht alle FĂ€lle in die gleiche Kategorie einordnen. FĂŒr jeden gibt es eine nur auf ihn passende ErklĂ€rung.

Deshalb ist es unmöglich, menschliche Beziehungen und das Verhalten der anderen das Wissen ĂŒber die Reinkarnation zu beurteilen.

Ihr mĂŒsst wissen, dass das Thema der menschlichen Beziehungen sehr komplex ist. Sie werden im Allgemeinen von frĂŒheren Leben bestimmt. Deshalb sollte man nicht ĂŒber andere urteilen. Ob sie sich nun lieben oder verabscheuen, das ist ihre Angelegenheit. Sie mĂŒssen selbst fĂŒr ihre Einstellung geradestehen. FĂŒr uns ist nur wichtig, dass unser Verhalten zu allen Menschen so ist, dass wir voranschreiten, uns entwickeln und erheben können und fĂŒr die anderen nĂŒtzlich und segensreich sind.

FĂ€higkeiten und Begabungen in einem bestimmten Bereich sind das Ergebnis frĂŒherer Anstrengungen auf diesem Gebiet.

Alle, die in der Vergangenheit an kĂŒnstlerischen, wissenschaftlichen oder sonstigen Tugenden oder FĂ€higkeiten gearbeitet haben, kommen in diesem Leben mit Begabungen wieder, die sich schon in frĂŒher Jugend zeigen können. Sie haben etwas gesĂ€t und gepflanzt und jetzt ernten sie die FrĂŒchte. Eines Tages kam ein junger Mann zu Mozart und bat ihn um einen Rat, wie man Symphonien schreibt. Mozart sah i hn an und antwortete: »Sie sind sehr jung, Sie sollten mit Menuetten anfangen.« – »Was? Ich bin sehr jung? Und Sie, Sie haben doch bereits mit zwölf Jahren Symphonien geschrieben.« – »Ja, aber ich habe nie jemanden gefragt, wie man das macht.« Hier sieht man deutlich den Unterschied zwischen jemandem, der in frĂŒheren Leben gearbeitet hat, und jemandem, der nicht gearbeitet hat.

Wenn die Arbeit auch von uns abhÀngt, so hÀngt der Zeitpunkt der Verwirklichung, an dem diese Arbeit Ergebnisse zeitigt, von der unsichtbaren Welt ab.

Der Himmel entscheidet, ob unsere Anstrengungen Ergebnisse hervorbringen. Oft fĂ€llt die unsichtbare Welt das Urteil darĂŒber, dass eine bestimmte Anstrengung, die wir unternommen haben, nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt der Geschichte Ergebnisse zeitigen soll. Sie richtet es so ein, dass alles genau den PlĂ€nen Gottes dient. Ihr denkt, das sei ungerecht? Nein. Keine Anstrengung bleibt ohne Ergebni s oder ohne Belohnung. Alle, die gestorben sind, ohne ihr Ziel erreicht zu haben, trugen dazu bei, den Elan anderer Geschöpfe zu nĂ€hren. Sie waren so etwas wie ein Same, ein Sauerteig, ein Impuls und das Ergebnis war noch besser als sie erwarteten. Ihr Leben war ein Opfer. SpĂ€ter kamen sie wieder auf die Erde zurĂŒck und ernteten die FrĂŒchte ihrer Arbeit. Die Historiker wissen nicht, welche Rolle eine bestimmte Persönlichkeit in der Vergangenheit spielte. Sie sehen nur die Gegenwart. Deshalb sagen sie: »Dieser Mensch hat gesĂ€t, aber ein anderer hat geerntet.«

Auf der Erde wie im Universum entsteht jedes Werk in AbhÀngigkeit von einem Budget.

Der Mensch lebt, atmet, bewegt sich, usw. Die ganze Schöpfung nimmt daran Anteil und gewÀhrt ihm was er braucht, um weiter leben zu können. Wenn sie ihm nur ein paar Elemente vorenthÀlt wie die Luft, das Wasser oder einige Vitamine, einige Hormone, so stirbt er. Woher nimmt er diese so notwendigen Elemente? Das ganze Universum ist an ihrer Entstehung beteiligt.

Und wenn ein Mensch auf die Erde kommt, glaubt ihr, das geschehe einfach so, zufĂ€llig? Die Unwissenheit der Menschen ist unglaublich! Seht, wie es in der Welt ablĂ€uft oder in einem Staat, in einer Verwaltung, in einer Familie. »Ja«, sagt ihr, »dort gibt es Personen, die den Finanzplan aufstellen und die Ausgaben festlegen: Wie viel fĂŒr die Lebensmittel ausgegeben werden darf, fĂŒr die Heizung, fĂŒr die Wartung der GerĂ€te usw. Sie bestimmen, wo eingespart werden muss, welche Personen entlassen werden und welche weiter beschĂ€ftigt werden sollen.« Und wenn es sich nun darum handelt, dass ein Mensch auf die Erde kommt, glaubt ihr, dass das niemand bestimmt und genehmigt hĂ€tte? In einer Familie, in einer Stadt, in einem Staat wird alles von PlĂ€nen und Budgets bestimmt und im Universum liefe alles dumm und idiotisch ab, geschĂ€he alles zufĂ€llig? Die Unwissenheit der Menschen ist wirklich unfassbar! Auch dort bestimmen die unsichtbaren Wesen, wie viele Menschen auf die Erde herabsteigen und wie viele Jahre sie hier bleiben sollen. Das ist ein riesiges, unbegreifliches WirtschaftsgefĂŒge.

Der Mensch wird deshalb nicht sofort fĂŒr seine guten oder schlechten Handlungen belohnt oder bestraft, weil die Kosmische Intelligenz ihm die Möglichkeit geben möchte, im Guten stark zu werden oder das Böse wiedergutzumachen, bevor er dafĂŒr zahlen muss.

Ein Mensch ĂŒbertritt stĂ€ndig die Gesetze und alles lĂ€uft scheinbar gut fĂŒr ihn. Er isst, er trinkt und geht seinen GeschĂ€ften nach und die anderen, die ihn sehen, sagen sich: »Er wird ja nie bestraft, das bedeutet, dass es keine Gesetze und keine Gerechtigkeit gibt«, und sie ahmen ihn nach. Und jemand, der ehrlich ist, der Gutes tut, dem widerfĂ€hrt trotzdem nichts Gutes. Also schließen die anderen daraus, dass es nicht der MĂŒhe wert ist, es ihm nachzumachen. Alle denken, wenn es eine Gerechtigkeit gĂ€be, mĂŒsse sie sich schnell manifestieren. Sie kennen den Grund fĂŒr das langsame Wirken von Belohnungen und Strafen nicht.

Ich werde es euch erklĂ€ren. WĂŒrde derjenige, der Gutes tut, gleich belohnt werden, wĂŒrde er sich sofort gehen lassen und im selben Augenblick zahlreiche Gesetze ĂŒbertreten. Der Himmel lĂ€sst ihn sich bestĂ€rken, damit er sicherer wird und sich besser kennen lernt. Er gibt ihm nicht sofort alles, um zu sehen, bis zu welchem Punkt er weiterhin Gutes tut. Wenn diejenigen hingegen, die Fehler machen und Verbrechen begehen, auch sofort ihre Strafe bekĂ€men, wĂŒrden sie niedergeschmettert werden, sie hĂ€tten nicht einmal mehr die Möglichkeit, besser zu werden. LĂ€sst man ihnen jedoch mehr Zeit und schickt ihnen immer wieder einige Unannehmlichkeiten, die sie ein bisschen pieksen und beißen, damit sie zum Nachdenken kommen, dann haben sie die Möglichkeit, ihre Fehler wiedergutzumachen. Ihr seht, anstatt sie sofort grĂŒn und blau zu schlagen, gibt ihnen die kosmische Liebe einen Kredit, um alles wiederherzustellen und alles wieder in Ordnung zu bringen. Wenn der Mensch gewisse Regeln des sozialen Lebens ĂŒbertritt, wenn er zum Beispiel Bilanzen fĂ€lscht, wird das nicht sofort nachgeprĂŒft. Erst einige Monate spĂ€ter kommt das Finanzamt. Es gibt also einen Grund fĂŒr diese langsame Auswirkung, sie ist ein Aspekt der kosmischen Liebe.

Dass aber das Gute immer das Gute mit sich bringt, ist absolut und dass das Schlechte sehr schlecht endet, ist ebenso absolut.

FĂŒr jemanden, der nicht weit entwickelt ist, ist es gĂŒnstiger, wenn er seine frĂŒheren Leben nicht kennt.

Es ist weder pĂ€dagogisch noch psychologisch richtig, den Menschen ihre vergangenen Leben zu offenbaren. NatĂŒrlich wird der Moment kommen, an dem sie sich damit beschĂ€ftigen werden, aber sie mĂŒssen zuvor entwickelter, mehr Meister ihrer selbst sein. Stellt euch vor, man offenbarte euch, dass diese oder jene Person in der Vergangenheit euer grĂ¶ĂŸter Feind war, dass sie euch umgebracht hat. – Wenn ihr schwach seid, wenn ihr euch nicht beherrschen könnt, was wĂŒrde dies fĂŒr Folgen nach sich ziehen? Dies sind gefĂ€hrliche EnthĂŒllungen, denn sie könnten euch verwirren und GefĂŒhle der Rache aufwecken, die sich als Hindernis auf den Weg eurer Entwicklung legen wĂŒrden. Wenn es so wichtig wĂ€re, seine Leben zu kennen, warum hat die Vorsehung sie dann vor den Menschen verborgen?

Stellt euch einen Vater und eine Mutter vor: Sie wissen nicht, dass ihre Kinder, die gekommen sind, um sich bei ihnen zu verkörpern, ihre schlimmsten Feinde waren. Sie lieben sie, sie ziehen sie groß und da sie sich so um sie kĂŒmmern, bezahlen sie ihr Karma. WĂŒrde man ihnen aber die Wahrheit erzĂ€hlen, welche Tragödien! – Sie wĂŒrden ihre Kinder verlassen und noch vieles mehr. – Die Vorsehung wollte die Menschen absichtlich unwissend lassen, damit sie besser ihre Schulden bezahlen und sich entwickeln können.

Wir sollten in der Bewertung der Ereignisse unseres eigenen Lebens und des Lebens der anderen vorsichtig sein.

Wenn ihr einen Menschen leiden seht, so wisst ihr nicht, ob ihm dieses Leiden von der Gerechtigkeit aufgeladen wurde oder ob dies ein Leiden ist, dem er selbst freiwillig zugestimmt hat. Woher sollen wir wissen, ob einer bestraft wird oder ob er selbst ein Opfer bringt? Viele sagen: ‚Dieser Mensch ist gut, ehrlich und er leidet, dies bedeutet sicher, dass er in der Vergangenheit Fehler gemacht hat, die er jetzt wieder gutmachen muss‘ und sie  lehnen es ab, sich um ihn zu kĂŒmmern, sie geben ihm keine moralische UnterstĂŒtzung. Und was ist, wenn dies fĂŒr diesen Menschen gar nicht zutrifft? Bevor ein wahrer SchĂŒler urteilt und handelt, bittet er Gott darum, klar zu sehen, er betet, er meditiert, er hört auf die RatschlĂ€ge der unsichtbaren Welt.

Ich kann euch die beste Methode geben. Wenn die Menschen selbst leiden, denken sie, dieses Leiden sei ungerecht, wÀhrend sie das Leiden der anderen immer gerechtfertigt finden. Macht von nun an das Umgekehrte: Wenn es um euch selbst geht, sagt euch immer, dieses Leiden sei gerecht, wenn aber die anderen leiden, denkt immer, dass sie leiden, weil sie sich geopfert haben, dass sie nicht schuld sind und dass sie eure ganze Aufmerksamkeit und Hilfe verdienen. Diese Methode wird euch unglaublich helfen, euch weiter zu entwickeln.

Sogar die Frage der Erbschaft wird vom Gesetz des Karmas bestimmt.

Es ist manchmal gefĂ€hrlich, eine Erbschaft seiner Verwandten anzunehmen, denn man fordert so Ereignisse heraus, die man gar nicht gewĂŒnscht hat. Wenn der Verwandte, von dem ihr erben sollt, ein unehrlicher Mensch, ein Bösewicht war, nehmt seine Erbschaft nicht an, denn er verkörpert sich in eurer Umgebung oder sogar bei euch wieder und rechtfertigt sich: ‚Ich habe dir Grund, HĂ€user, Geld und Möbel gegeben, nun habe ich das Recht, dass du mich beherbergst.‘ Ihr bekommt also ein kriminelles Kind, ohne den Grund dafĂŒr zu kennen. Ihr fragt euch, woher dieses Kind kommt. Es ist ganz einfach ein frĂŒherer Großvater oder Großonkel, der ein Gangster, ein Dieb oder ein Mörder war und von dem ihr die Erbschaft mit Freude angenommen habt. Es ist besser, keine Erbschaften von Menschen anzunehmen, die nicht auf dem Weg der Wahrheit, auf dem rechten Weg gegangen sind. Von einem guten Menschen könnt ihr alles annehmen und es ist sogar ein Segen, dass etwas von diesem Menschen in eurer Familie bleibt.

Das Paradies und die Hölle, die der Mensch nach seinem Tod antrifft, stellen eine Zusammenfassung der psychischen ZustÀnde dar, die er durch das Gute und das Böse auf Erden geschaffen hat.

Wenn der Mensch am Ende seines Lebens seinen physischen Körper verlĂ€sst, betritt er eine Region, die die niedere Astralebene genannt wird und dort muss er alle Ungerechtigkeiten und Leiden durchleben, die er den anderen zugefĂŒgt hat. Oft lĂ€sst man auf Erden andere Personen leiden, ohne sich der Leiden bewusst zu sein, die man ihnen dadurch zugefĂŒgt hat. In den Augen der kosmischen Intelligenz kann man diese Unwissenheit nicht dulden. Dabei geht es nicht um Rache oder Strafe, nein, die kosmische Intelligenz will uns dadurch die weiterhelfen, uns entwickeln, uns die Wahrheit erkennen lassen. Indem wir durch die Leiden durchgehen, die wir den anderen zugefĂŒgt haben, können wir lernen, verstehen und bereuen. Und alles ist genau berechnet und bemessen, die IntensitĂ€t, die Dauer, usw. Gewisse Geschöpfe durchqueren sehr schnell diesen Bereich, denn sie haben nicht viele Verbrechen begangen; sie betreten den Bereich der höheren Astralebene und dort durchleben sie die Freude, die Bewunderung, das GlĂŒck, das sie den anderen geschenkt haben. Ob sie nun den Glauben oder die Liebe erweckt haben, alles, was sie hier Gutes und Wunderbares getan haben, werden sie in der anderen Welt durchleben.

Alle inneren ZustÀnde, die ihr erlebt, erzeugen Strömungen und Schwingungen, die in eurem Inneren Spuren hinterlassen und gleichzeitig auch mit bestimmten höheren Regionen in Verbindung stehen.

Jede Ausströmung, die von einem menschlichen Wesen ausgeht, geht je nach QualitĂ€t in Richtung „Hölle“ oder in Richtung „Paradies“. Diese Ausströmungen kehren in die Regionen zurĂŒck, aus denen sie der Mensch angezogen hat, aber er bleibt magnetisch mit ihnen verbunden und nach seinem Tod muss er diese Regionen durchqueren. Deshalb bestehe ich so sehr darauf, dass ihr mystische Momente erlebt, denn auf Grund dieser Momente werdet ihr, wenn ihr die Erde verlassen habt, lange Zeit in Regionen des GlĂŒcks, des Lichtes leben. Wenn ihr hingegen wĂ€hrend eures Lebens Gedanken des Hasses und der Rache ernĂ€hrt habt, werden diese Gedanken wieder andere Regionen erfĂŒllen und wenn ihr euren Körper verlassen habt, werden euch diese Regionen anziehen und ihr mĂŒsst dort lange Zeit verbleiben. Dies ist auch die ErklĂ€rung fĂŒr die sieben Regionen des Himmels, die jeder durchschreiten muss. Die Dauer des Aufenthaltes hĂ€ngt von unserem Leben auf Erden ab. Er wird mehr oder weniger lang dauern, je nachdem, ob ihr die eine oder die andere Region ernĂ€hrt habt.

Der Mensch kann nur auf Erden seine Fehler verbessern und sich vervollkommnen und nicht im Jenseits.

Glaubt nicht, dass ihr intelligenter werdet, wenn ihr auf die andere Seite hinĂŒbergeht. Wenn ihr hier auf Erden dumm wart, so bleibt ihr auf der anderen Seite auch dumm. Man lernt nichts auf der anderen Seite, man ĂŒberprĂŒft nur. Ja, man ĂŒberprĂŒft die Unermesslichkeit seiner Dummheiten oder die Tiefe seiner Intelligenz, die Herrlichkeit seines kĂŒnstlerischen Schaffens. – Hier auf Erden lernt man. Und wenn man hier noch nicht begonnen hat zu lernen, kann man auf der anderen Seite auch nicht damit beginnen. Auf der anderen Seite sieht man nur, man stellt fest, man kann aber nichts tun, man kann nichts verbessern. Man sieht z. B., dass man eifersĂŒchtig, hochmĂŒtig, zornig, Ă€ngstlich war und man kann nichts daran Ă€ndern. Um etwas zu verĂ€ndern, muss man wieder herabsteigen, d.h. einen anderen Körper annehmen, um seine Dummheiten wieder gutzumachen.

Alle, die sich auf Erden wirklich geliebt haben, werden sich wieder erkennen und sich weiterhin lieben.

Viele fragen sich, wie man sich in der anderen Welt wieder erkennen kann. Ohne Liebe können sich die Menschen nicht wieder erkennen. Dort, wo die Liebe ist, dort ist auch die Erkenntnis.

Wie finden die Hunde in einer Menschenmenge ihren Herren wieder? Sie erkennen ihn am Geruch. Jedes Wesen besitzt entsprechend seiner Liebe einen speziellen Geruch. Alle, die ihr jetzt in diesem Leben als Freunde wieder erkannt habt, haben in der Vergangenheit etwas fĂŒr euch getan: Sie haben euch entweder ernĂ€hrt oder geholfen oder unterstĂŒtzt. Sie haben in euch einen Duft hinterlassen, den ihr fĂŒr die Ewigkeit bewahren werdet. So werdet auch ihr in der unsichtbaren Welt durch die Strahlen eurer Liebe wieder erkannt. Jede gute Tat, jedes Opfer, das ihr fĂŒr jemanden gebracht habt, bleibt in ihm wie ein Duft und in der Zukunft wird er sich daran erinnern und euch wieder erkennen.

Wenn ihr jemanden liebt, werdet ihr in der unsichtbaren Welt fĂ€hig sein, ihn unter Tausenden von Wesen wieder zu erkennen. Ihr könnt euch nicht tĂ€uschen. Angesichts der Tatsache, dass es in der unsichtbaren Welt unzĂ€hlige Geschöpfe gibt, kann euch nur die Liebe fĂŒr den Menschen, den ihr sucht, zu ihm hinfĂŒhren, sogar ohne dass ihr zu wissen braucht, wo er sich dort aufhĂ€lt.

Durch seine PrĂŒfungen lernt der Mensch die Freiheit kennen

Wir besitzen die Freiheit außerhalb von uns, aber wir können nur in dem Maße ĂŒber sie verfĂŒgen, wie eng wir mit dem Himmel verbunden sind. Derjenige, der den Willen Gottes ausfĂŒhrt, verbindet sich mit den höheren Wesen und dank dieser Verbindung wird er frei. Unsere Freiheit besteht darin, den Plan Gottes zu akzeptieren, demĂŒtig zu sein, die Leiden anzunehmen, nachzudenken und zu verstehen. Wenn wir so handeln, wird der Himmel unser Schicksal verbessern. Er wird vielleicht gar nicht die Ă€ußeren Ereignisse verĂ€ndern, aber innerlich wird er uns die Möglichkeit geben, sie besser zu durchqueren. So werden wir sie nicht mehr so stark zu spĂŒren bekommen.

Wir dĂŒrfen die Freiheit nicht so sehr auf der materiellen Ebene suchen, sondern auf der Ebene des Bewusstseins. Wenn wir akzeptieren, was Gott uns schickt, wenn wir fĂŒr ihn arbeiten wollen, so wird Gott, der Herr ĂŒber alle Schicksale, uns durch die PrĂŒfungen gehen lassen, als ob sie gar nicht wirklich PrĂŒfungen wĂ€ren und auf diese Art und Weise werden wir beginnen, unsere Freiheit wirklich kennen zu lernen.

Die wahre Freiheit ist eine Aufopferung.

Warum wollen die Eingeweihten den Willen Gottes erfĂŒllen? Weil dies eine magische Handlung ist. Wenn ein Mensch den Willen Gottes erfĂŒllen möchte, ist sein Wesen beschĂ€ftigt, erfĂŒllt, es bleibt vor allen anderen EinflĂŒssen verschlossen und in dem Moment haben die entgegengesetzten Willensimpulse, die ihn verwickeln wollen, die sich seiner bedienen wollen, keine Chance, weil er beschĂ€ftigt, erfĂŒllt und aktiv ist. Solange der Mensch nicht daran arbeitet, den Willen Gottes zu erfĂŒllen, ist er offen fĂŒr alle Winde und alle sichtbaren und unsichtbaren Willensimpulse der Elementarwesen, der Larven und sogar der Menschen. Diese fremden Willensimpulse beginnen sich in ihn einzuschleusen, um sich seiner zu bedienen. Wenn ihr nicht vom Herrn beschĂ€ftigt seid, so könnt ihr sicher sein, dass andere euch beschĂ€ftigen werden und ihr seid dann Diener der eigenartigsten, egoistischsten und anarchistischsten Willensimpulse.

Die großen Meister der Menschheit sind verpflichtet, bis in die Hölle hinabzusteigen, um die Gesetze des Karmas zu erkennen.

Die großen Meister sind verpflichtet, alles kennen zu lernen, sogar die Hölle. Wenn sie die Hölle vermeiden wĂŒrden, besĂ€ĂŸen sie nicht die gesamte Wissenschaft der Einweihung. Aber erst, wenn sie sehr hoch aufgestiegen sind, wenn sie das Wissen, die wahre Liebe und die Macht besitzen, dĂŒrfen sie bis zur Hölle hinabsteigen, denn sie sind von einer Aura umgeben, die sie beschĂŒtzt: Sie haben die Macht des Blitzes, des Feuers, was man symbolisch mit einem flammenden Schwert darstellt und die DĂ€monen zittern vor ihnen und suchen das Weite. Sie sehen so wie die Gesetze des Karmas funktionieren, wie die Fehler bestraft werden und wieder gutgemacht werden können.

Der Grund fĂŒr die letzte Ölung.

Ein Mensch wird bald sterben. Er ist allein, verlassen, im Elend. Aber dank des Gebetes stirbt er in Freude, Frieden und Licht. Ein anderer stirbt unter den gleichen Bedingungen, aber er ist mit den GefĂŒhlen der Auflehnung und des Hasses erfĂŒllt. Selbst wenn man es nicht geschafft hat, die Ă€ußeren Bedingungen zu verĂ€ndern, so wirkt doch dieses letzte Gebet enorm, es beeinflusst sogar das nĂ€chste Leben.

Die meisten Menschen wissen nicht, warum die Religion immer versucht hat, einen Kriminellen oder UnglĂ€ubigen umzustimmen, sodass er den Herrn vor dem Sterben um Verzeihung bitten kann. Denn diese letzte Minute ist Ă€ußerst wichtig. Wenn einer, der sein ganzes Leben tugendhaft und glĂ€ubig war, sich im letzten Moment auflehnt, ist er im Stande, alles Gute zu zerstören, das er wĂ€hrend seines Lebens gemacht hat – denn die letzte Minute zĂ€hlt. Das ist wirklich so. Ihr seht, wie wichtig es ist, die Gesetze zu kennen und sich daran zu halten. Wenn ihr also in diesem Leben auf der materiellen Ebene nichts verĂ€ndern konntet, so hat dies keinerlei Bedeutung. Wenn ihr euer Leben und vor allem eure letzte Minute gut gelebt habt, wird sich euer zukĂŒnftiges Schicksal verĂ€ndern und euer nĂ€chstes Leben wird besser sein, vergesst dies nie.

Dieser Text stammt aus dem Buch »Die neue Religion« von Omraam Mikhael Aivanhov, Kapitel 10: »Die Gesetze des Schicksals«.