Lebt mit Liebe

Liebe verschafft die größten Erfolgsmöglichkeiten, Liebe macht fähiger, heller, scharfsinniger. Sie bereitet die Bedingungen für die harmonischsten und konstruktivsten Werke. Aber wer kümmert sich um Liebe? Die sexuelle Liebe, ja, dafür interessiert sich jeder, aber die unpersönliche, spirituelle Liebe kommt immer an letzter Stelle.

Einige entgegnen mir: ‚Sie sind aber weltfremd! Sie sehen nicht, wie die Menschen sind: man kann sie unmöglich lieben!‘ Ihr sollt wissen, dass vielleicht keiner unter euch das mitmachte, was ich mitmachen musste; wenn jemand die schrecklichen Seiten des Lebens kennt, dann ich. Selbst unter fürchterlichen Bedingungen, wo man keine Lust hat zu lieben, weil man meint, es gäbe tatsächlich überall Gründe genug, sein Herz den Menschen zu verschließen, auch dann sollte man lieben. Wozu dient sonst die Einweihungswissenschaft, die göttliche Lehre? Nur weil es ein paar Menschen gibt, die man nicht ausstehen kann, darf man sich nicht den größten Segen – die Liebe – vorenthalten.

Liebt also, liebt die ganze Welt, liebt alle Geschöpfe! Liebe harmonisiert alles in euch. Wenn ihr euch einmal beim Handeln beobachtet, könnt ihr spüren, wie angespannt und verkrampft ihr seid, vor allem euer Gesicht und eure Hände. Dann werden eure Energien nutzlos verbraucht. Das kommt daher, dass ihr nicht gelernt habt, mit Liebe zu arbeiten. Haltet also inne und entspannt euch! Entspannt vor allem euer Gehirn, lasst es ein paar Minuten stillstehen und spürt, wie die Liebe durch euch fließt!.

Lieben ist das größte Geheimnis, die wirksamste Methode. Wenn ihr morgens aus dem Haus geht, so denkt daran, alle Geschöpfe in der ganzen Welt zu begrüßen. Sagt ihnen: ‚Ich liebe euch, ich liebe euch…‘ und geht dann zur Arbeit, ihr fühlt euch den ganzen Tag glücklich und erfreut, der Kontakt zu den anderen wird leichter, weil ihr eure Liebe allen Geschöpfen des Universums gesandt habt; von allen Seiten des Weltraumes her kommt Liebe auf euch zurück. Es gibt so Vieles, was getan werden kann, um das Leben lebenswert zu machen.

Aus dem Buch »Goldene Regeln für den Alltag« von Omraam Mikhaël Aïvanhov, Kapitel 75