Wie man den bösen Kräften entkommt

Angenommen, ihr hättet euch auf einem Waldspaziergang verirrt. Ihr habt die Straße verlassen und seid einem Weg gefolgt, der euch in eine sumpfige Gegend geführt hat, in der es von Fliegen, Wespen, Mücken und Schlangen wimmelt. Ihr werdet bedroht, angefallen und gestochen… Was hättet ihr gleich am Anfang beim Verlassen der Straße tun sollen? Die Flucht ergreifen, umkehren, den Weg zurücklaufen, um wieder auf die Straße zu kommen. Denn wie könntet ihr euch sonst von all diesem Getier befreien? Die einzige Lösung ist, ihren Bereich zu verlassen. Das Gleiche gilt, wenn ihr euch unvorsichtigerweise in die niederen Astralregionen verirrt habt, die von bösartigen Wesenheiten bevölkert sind, welche euch sogleich stechen und beißen: Verlasst eilends diesen Ort.

Im psychischen Bereich der Gedanken, Emotionen und Gefühle bleibt man lieber nicht lange den negativen Strömungen unterworfen, denn dort droht Gefahr, und es ist besser, die Konfrontation zu vermeiden. Wenn ihr lange in der Dunkelheit bleibt, könnt ihr sie nicht besiegen; sie dagegen wird euch überwältigen. Lebt ihr lange in Hass, zerstört euch am Ende der Hass. Wenn ihr in Angst, Sinnlichkeit, Leidenschaften und Bosheit verharrt, gewinnen sie die Oberhand und nicht ihr. Am besten verlasst ihr sie sofort. Materieller und psychischer Bereich werden nicht von den gleichen Gesetzen regiert. Im materiellen Bereich sollte man Willen, Zähigkeit und Hartnäckigkeit unter Beweis stellen. Dort darf man die Partie nicht aufgeben und soll voller Eifer kämpfen, um stärker zu werden. Im psychischen Bereich sollte man sich jedoch nicht mit den feindlichen Kräften anlegen. Ihr fragt: ‚Aber wie kann man ihnen entkommen?‘ Da gibt es so viele Möglichkeiten! Und das Gebet ist eine der wirksamsten.

Aus dem Buch »Goldene Regeln für den Alltag« von Omraam Mikhaël Aïvanhov, Kapitel 99