Die Lichtmeditation

Eine weitere wesentliche Übung von Omraam MikhaĂ«l AĂŻvanhov ist die sogenannte Lichtmeditation. Wenn mehrere Menschen gemeinsam an das Licht meditieren – bzw. sich dieses innerlich vorstellen – so verstĂ€rkt sich dieses gemeinsam vorgestellte geistige Licht und bewirkt großartige Ergebnisse in der ganzen Welt.

Wir möchten alle Besucher dieser Homepage einladen, jeden Abend um 19.45 Uhr gemeinsam eine Lichtmeditation zu machen. Wenn man weiß, dass zur gleichen Zeit viele Menschen fĂŒr das gleiche Ziel arbeiten, das Licht in die Welt zu bringen, dann fĂŒhlt man sich innerlich bestĂ€rkt, in dieser Richtung weiterzuarbeiten. Auf der physischen Ebene ist es schwierig, dass wir alle zusammenkommen, um gemeinsam zu meditieren, aber auf der Ebene der Seele und des Geistes haben wir unbegrenzte Möglichkeiten.

Da es manchmal schwierig ist, sich sofort auf das Licht zu konzentrieren, empfehlen wir, die Meditation um 19.45 Uhr mit dem Lied AUM zu beginnen:

Hilfe dazu

Anschließend an das Lied AUM setzt sich die Meditation aus drei Phasen zusammen:

  • eine Vorbereitungsphase von ungefĂ€hr 10 Minuten, die auch von klassischer Musik begleitet werden kann.

  • 5 Minuten Lichtmeditation in Stille.

  • Ein Gebet, das nicht nur in Gedanken gebetet, sondern auch gesprochen werden sollte, um die Wirkung der Meditation auf der physischen Ebene zu verstĂ€rken.

1. Vorbereitung (ca. 10 Minuten, eventuell mit Musikbegleitung)

Wir beginnen, uns auf das Licht zu konzentrieren. Wir versuchen, es anzuziehen, damit es in all unsere Zellen eindringt, bis schließlich unser ganzes Wesen zu strahlen beginnt. Folgende zwei AuszĂŒge aus den Werken von Omraam MikhaĂ«l AĂŻvanhov können diese Vorstellungsarbeit erleichtern:

Stellt euch irgendwo im Weltraum ein lebendiges, strahlendes Zentrum vor, dem alle lichtvollen, geistigen Wesen zustreben und aus dem sie ihre KrĂ€fte schöpfen. Von diesem Zentrum seht ihr Lichtstrahlen ausgehen, die sich in alle Richtungen verteilen, um alle lebenden Geschöpfe zu nĂ€hren. Auf diese Weise werden eure Gedanken genau an den Ort gelenkt, wo die Gegenwart Gottes am stĂ€rksten und am ausgeprĂ€gtesten ist und euer Gebet wird nicht ohne Wirkung bleiben. Alle großen Meister und Eingeweihten konzentrieren sich auf diesen Punkt, und ihre Gedanken erzeugen eine solche Kraft im Raum, dass der EinweihungsschĂŒler, der diese Übung jeden Tag praktiziert, aus dieser Kraft unermessliche Segnungen empfĂ€ngt.

(Auszug aus der BroschĂŒre Nr. 305 »Das Gebet«, Seite 15 und 16)

Obwohl dieses Licht ĂŒberall im Raum ausgestrahlt ist und alle Dinge durchdringt, sieht es der Mensch nicht, er spĂŒrt es nicht, weil er geistig noch nicht genug entwickelt ist, um eine so feinstoffliche Wirklichkeit wahrzunehmen. Doch indem er sich oft auf das Licht konzentriert, verfeinert er sein Wahrnehmungsvermögen so, dass er nicht nur beginnt, es zu spĂŒren, sondern es anzieht, und es verrichtet eine große Arbeit an ihm.

(Auszug aus dem Buch »Das Licht, lebendiger Geist«, Kapitel 9)

2. Lichtmeditation (ca. 5 Minuten in Stille)

Sobald wir uns von Licht erfĂŒllt fĂŒhlen, beginnen wir, dieses Licht mit aller Liebe in die Welt zu senden. Die folgenden Texte können uns zu dieser Lichtarbeit inspirieren:

Konzentriert euch und stellt euch vor, dass ihr von gleißendem Licht umgeben seid, und dieses Licht mit solch einer Leuchtkraft strahlt, dass wir alle zusammen eine riesige Sonne bilden, die die ganze Welt erhĂ€lt. Jeder soll sich selbst leuchtend fĂŒhlen, wie eine pulsierende, lichtsprĂŒhende Sonne, die sich mit den anderen Sonnen vereint, um eine einzige Sonne zu bilden. Lasst dieses Licht herein in euer Herz und euren Kopf und betrachtet seine vielfarbigen Strahlen. Sendet alle vereint die Lichtstrahlen fĂŒr die ganze Welt hinaus und lasst alles andere wĂ€hrend dieser Übung beiseite.

(Auszug aus dem Buch »Die Neue Erde«, Kapitel 12)

Gewöhnt euch an, in den Minuten der Meditation all eure Sorgen beiseite zu lassen und euch auf das himmlische Licht zu konzentrieren; auf diese Weise zieht ihr es an, fĂŒhrt es in euch ein, und alle alten Teilchen eures Körpers werden nach und nach durch reine lichtvolle Partikel ersetzt. Wenn ihr diese Übung macht, arbeitet ihr fĂŒr euer Heil, fĂŒr eure Unsterblichkeit. Hört niemals auf, das Licht zu suchen, das allein die völlige Harmonie in euch wiederherstellen kann.

Ihr könnt diese Übung mit dem Licht mit dem Atmen verbinden. Ihr atmet ein und denkt dabei, dass ihr das Licht anzieht, und ihr atmet aus und denkt dabei, dass ihr es auf euch selbst, eure Organe, eure Zellen ausstrahlt. Wieder atmet ihr ein… dann atmet ihr aus… Sehr schnell werdet ihr feststellen können, was fĂŒr eine gĂŒnstige Wirkung diese Übung auf euch hat: Ihr fĂŒhlt euch entspannt und friedvoll.

Wenn ihr das Licht einmal angezogen habt, könnt ihr eine zweite Übung machen: Ihr atmet das Licht ein, und wenn ihr es ausatmet, stellt euch vor, dass ihr es in die ganze Welt ausstrahlt. NatĂŒrlich ist es nur möglich, diese zweite Übung zu machen, nachdem man lange Zeit die erste gemacht und viele stumpfe, kranke Teilchen in sich durch Lichtteilchen ersetzt hat. Man muss warten, bis man spĂŒrt, dass die Arbeit der Umwandlung und der Reinigung gelungen ist, um sich zu erlauben, anderen dieses Licht zu geben, das man in sich empfangen hat.

(Auszug aus dem Buch »Das Licht, lebendiger Geist« , Kapitel 9)

Das Licht können wir uns vorstellen wie das der Sonne: weiß, hell, klar, strahlend, und indem wir diese Übung im Rhythmus der Atmung machen, werden wir eine spirituelle Energie auslösen, die das Bewusstsein von Millionen Menschen auf der Welt wecken wird, damit alle beginnen, fĂŒr den Frieden und das GlĂŒck der Menschheit zu arbeiten.

(Auszug aus dem Buch »Das Licht, lebendiger Geist« , Kapitel 9)

Denkt an das Licht, konzentriert euch auf das Licht und stellt euch vor, dass es euch umhĂŒllt und in euch eindringt. In diesem Moment fĂŒhlt ihr euch nicht nur beschĂŒtzt und abgeschirmt von allen schĂ€dlichen EinflĂŒssen, sondern ihr zieht auch alle segensreichen MĂ€chte des Kosmos an. Ihr zieht die Engel an, die kommen, um an eurer Arbeit teilzunehmen und euch in euren BemĂŒhungen zu unterstĂŒtzen. Denkt an das Licht und stellt euch vor, dass es aus euch herausstrahlt, sich im ganzen Raum ausbreitet und das Bewusstsein von allen Wesen durchdringt. Es gibt keine mĂ€chtigeren Übungen als die Übungen mit dem Licht.

Omraam Mikhaël Aïvanhov

3. Gebet

Die Meditation wird mit einem Gebet abgeschlossen, das jeder frei wÀhlen kann. Eine Auswahl an Beispiel-Gebeten finden Sie auf der Gebets-Seite. Wir empfehlen z.B. dieses:

Herr, mögen alle KrÀfte des Guten ausgelöst werden,
mögen sie sich in Bewegung setzen, um die ganze Welt umzuwandeln.
Mögen sich alle KrÀfte und MÀchte des Guten
als Liebe, Licht und Reinheit
an die Arbeit machen, um das Böse zu bezwingen,
damit das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit
und das Goldene Zeitalter
sich unter den Menschen verwirklichen.

Amen, so sei es

(3x das Gebet wiederholen)

Weitere praktische Übungen

Der unendliche Raum

Hier ist eine der besten MeditationsĂŒbungen: Wir wissen, dass wir im Raum leben, und dass dieser Raum unermesslich, unendlich ist; doch alle glauben, er sei leer. Und genau da tĂ€uscht man sich. Mit dem Raum, in dem wir leben, haben wir unseren Austausch und das Leben hĂ€ngt von diesem Austausch ab. In diesem Raum ist also ein Leben verteilt, das wir durch die Atmung, durch die Gedanken, durch unsere Poren, durch die Nahrung usw. empfangen. In diesem Raum ist auch eine VitalitĂ€t verbreitet, aber nicht nur eine VitalitĂ€t, sondern auch andere KrĂ€fte, andere MĂ€chte, andere Existenzen und Wesenheiten, die die Wissenschaft nie alle entdecken und aufzĂ€hlen können wird. Da ist das Leben, aber auch die WĂ€rme, der Magnetismus, die Wesenheiten, die ElektrizitĂ€t, die Macht und die stĂ€rkste Kraft aller KrĂ€fte, ĂŒber die Hermes Trismegistos spricht.

Wenn ihr also meditieren wollt, denkt zuerst an diesen riesigen, unendlichen Raum, in dem sich die Sterne, die Protuberanzen, die Konstellationen befinden. Das gesamte Universum bewegt sich im Raum und dieser Raum umfasst alles. Man muss wissen, dass in diesem Raum alles enthalten ist: die Gesundheit, das Licht, das Leben, die Intelligenz, die GĂŒte, die KrĂ€fte, die Schönheit, alles. Denkt, dass ihr mit der Atmung einige Teilchen dieser unendlichen Weite, dieses Reichtums, dieser FĂŒlle, dieser Macht, die in diesem Raum vorhanden sind, aufnehmt.

An den Raum zu denken wirkt erholsam, es entspannt das Gehirn und man findet Frieden. Diese Übung wirkt in wunderbarer Weise auf das Nervensystem: Alles wird ruhig, friedlich, alles gleicht sich aus und ihr verharrt so, ohne zu denken, im Raum, in der Unendlichkeit.

Danach könnt ihr ein Thema wĂ€hlen, das ihr entwickeln wollt und euch darauf konzentrieren. Einen Tag konzentriert ihr euch auf das Licht, einen anderen auf die Liebe, wieder einen anderen auf die GĂŒte, auf die Reinheit, auf die StĂ€rke, auf die Gesundheit. Auf diese Weise geht ihr von einem wunderbaren Thema zum nĂ€chsten und das Leben wird außergewöhnlich


Das höhere Selbst

Damit die Eigenschaften des höheren Selbst in das niedere Ich herabsteigen, kann man sich der Vorstellungskraft bedienen.

Hier ist eine Übung: Ihr denkt an euer höheres Selbst, das sich hoch oben befindet, und stellt euch dabei vor, dass es euch betrachtet, mit anderen Worten, dass ihr euch selbst von dort oben aus in den recht mangelhaften Bedingungen hier auf der Erde anschaut. Ihr verweilt bei diesem Gedanken und lasst den Strom zwischen höherem Selbst und niederem Ich kreisen. So stellt ihr die Verbindung, die wahre Verbindung wieder her, denn von hier aus denkt ihr, ihr seid dort oben, und von dort oben spĂŒrt ihr, dass ihr euch hier unten ĂŒber euer höheres Selbst bewusst seid!

Das ist sehr schwer zu erklĂ€ren: Ihr seid zwei und eins zugleich. Ihr seid zwei, weil ihr zugleich unten und oben seid, aber das Bewusstsein dieser DualitĂ€t macht aus euch eine Einheit. Ihr schließt die Augen, seid euch darĂŒber im Klaren, dass ihr da, in eurem Zimmer seid, ihr, ein lebendiges, denkendes Wesen, und dass euer allmĂ€chtiges und allwissendes höheres Selbst, das oben ist, sich in euch spiegelt, sich durch euch wiedererkennt. Es sieht sich, es lĂ€chelt und lacht
 Ihr beobachtet es genau von hier aus, ihr betrachtet seine Beschaffenheit; und seinerseits beobachtet es euch ebenso. Dann beginnen beide Pole eures Wesens – der niedere und der höhere – sich einander zu nĂ€hern, und eines Tages verschmelzen sie. Euer niederes Ich existiert dann nicht mehr, denn das niedere Ich, das nur eine Spiegelung ist, löst sich auf, und nur das wirkliche Ich, euer höheres Selbst, bleibt. Dies ist das Ende von Entmutigung, SchwĂ€chen und Dunkelheit!

Die Farben

Nehmt ein Prisma, richtet es nach dem Sonnenlicht aus und schaut, wie sich dieses Licht durch das Prisma in sieben Farben aufteilt. Wenn ihr diese echten Farben ausreichend betrachtet habt, schließt die Augen und stellt euch vor, dass ihr von Violett umgeben seid, dann von Blau, GrĂŒn usw. Oder beginnt bei Rot, um bis zum Violett zu gehen, indem ihr euch mit jeder Farbe einige Minuten umhĂŒllt. Wenn ihr diese Übung tĂ€glich praktiziert, werdet ihr eure Aura reinigen und stĂ€rken und ihr werdet staunen, wie wohl ihr euch danach fĂŒhlt. Selbst wenn in eurer Familie oder von euren Freunden jemand krank, unglĂŒcklich oder entmutigt ist und ihr ihm wirklich helfen wollt, dann macht es genauso, sendet ihm die schönsten Farben des Prismas. Ja, wie viele Übungen kann man mit der Aura und den Farben machen!

All diese FarbĂŒbungen könnt ihr morgens beim Sonnenaufgang ausfĂŒhren. Wenn ihr die Sonne betrachtet, wenn ihr ihre Aura seht, wie die Farben aus ihr herausströmen und sich im Raum ausbreiten, dann sagt: »Auch ich will mein Wesen mit goldenem, blauem und violettem Licht umgeben.« Badet euch lange in dieser Herrlichkeit, in diesen Farben, kontempliert sie und stellt euch vor, dass sie sich sehr, sehr weit ausbreiten, dass sich alle Geschöpfe in dieser wunderbaren AtmosphĂ€re bewegen, dass sie alle in diesem Licht schwimmen und von ihm durchtrĂ€nkt sind
 so wird eure Aura fĂŒr sie ein Segen. Ihr könnt es erreichen, denn es gibt keine Grenzen.

Die Aura

Wenn ihr beschĂŒtzt sein und den anderen helfen wollt, im Licht zu leben, dann meditiert ĂŒber die Aura. Stellt euch vor, dass ihr von Farben umgeben seid, von Violett, von Indigo, Blau, GrĂŒn, Goldgelb, Orange und Rot, und dass diese Farben um euch herum eine unermessliche, intensive, vibrierende, leuchtende Aura bilden. Durch diese Aura kann nichts Unreines, SchĂ€dliches oder Finsteres hindurchdringen, und außerdem gelingt es euch dank ihr auch noch, die Herrlichkeit der göttlichen Welt zu erkennen. Ihr könnt in diesem kosmischen Ozean der Liebe und der GlĂŒckseligkeit trinken, euch sĂ€ttigen, atmen und darin schwimmen.

Die Arbeit mit der Aura, mit dem Licht ist die LieblingsbeschĂ€ftigung der Eingeweihten, denn sie ist universell, unendlich, ĂŒberpersönlich und wohltuend. Man verbreitet das Licht und das Licht berĂŒhrt jedes Bewusstsein, jedes Geschöpf, und frĂŒher oder spĂ€ter gewinnt man deren Freundschaft, deren Liebe. Man kommuniziert mit dem Himmel, man berĂŒhrt den Gipfel des Universums, man erweckt in sich die Ă€therischen Zentren, die Chakras, durch die man die Mysterien des Universums fĂŒhlt und begreift. Und außerdem wird man stĂ€rker, um die KrĂ€fte der Natur zu beherrschen. Dann erblicken die Geister oben, welche die Erde beobachten, auf der sie nur Finsternis sehen, inmitten dieser Finsternis einen Eingeweihten, einen SchĂŒler, der leuchtet, der Lichtstrahlen aussendet. Sie nĂ€hern sich ihm, um sich seiner anzunehmen, sie gießen ihn wie eine Blume, sie nĂ€hren und erleuchten ihn.

Nur mit dem Prisma könnt ihr das wahre Rot, das wahre Gelb, GrĂŒn, Blau, Violett usw. sehen. Ihr könnt eine Übung machen, bei der ihr euch vorstellt, dass alle Farben von euch ausgehen und sich im Raum ausbreiten. Ihr selbst steht im Zentrum einer Kugel und sendet von dort eure Liebe als Farb- und Lichtprojektion ĂŒberallhin in das Universum.

Die Kunstwerke

Wenn ihr euch die Meisterwerke eines wirklich vom Himmel inspirierten KĂŒnstlers anschaut, verbindet ihr euch bereits mit Wesen, die euch ĂŒbertreffen, ihr beginnt das zu spĂŒren und zu erleben, was ihr Schöpfer erlebte. Ohne euer Zutun schlagt ihr fast zwangslĂ€ufig den Weg ein, den er gegangen ist: Er zieht euch mit in die Regionen, die er gekostet und geschaut hat. Darin liegt der Nutzen, die erzieherische Seite der Kunst.

Die Musik

Die Musik ist eine Atmung der Seele und des Bewusstseins. Durch die Musik offenbart sich die Seele auf der Erde. Wenn das höhere Bewusstsein im Menschen erwacht, wenn er in seinem Inneren ein feineres Wahrnehmungsvermögen entwickelt, dann fĂ€ngt er an, dieser großartigen Symphonie zu lauschen, die durch den Weltraum hallt bis weithin zu den Grenzen des Universums. Von da an wird ihm der tiefe Sinn des Lebens klar.

Die Musik weckt in unserer Seele die Erinnerung an die himmlische Heimat, ruft die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies wach. Sie gehört zu den mĂ€chtigsten Mitteln. Sie ist mĂ€chtiger als die Malerei oder der Tanz, denn ihre Wirkung ist unmittelbar
 Plötzlich besinnt man sich seiner himmlischen Herkunft und weiß, dass man eines Tages wieder dorthin zurĂŒckkehren muss. Gewiss gibt es Arten von Musik, die den entgegengesetzten Wunsch erwecken, nĂ€mlich so lange wie möglich hier auf Erden zu bleiben. Das ist jedoch sicher nicht die wirkliche Bestimmung der Musik.

Die Musik kann ein Ă€ußerst wichtiges Mittel sein, um sich zu veredeln, zu verwandeln und zu vervollkommnen.

Wenn ihr also Musik hört, wendet sie bewusst an, um eine bestimmte Arbeit zu tun, um durch eure Gedanken das zu gestalten, was ihr euch wĂŒnscht. Die Musik gibt euch dafĂŒr die besten Voraussetzungen, sie schafft eine fĂŒr die geistige AktivitĂ€t gĂŒnstige AtmosphĂ€re, sie ist wie der Wind, der die Segel eures Bootes aufblĂ€ht: Das Boot entfernt sich und segelt einer neuen Welt entgegen, der göttlichen Welt. Die Musik ist eine mĂ€chtige Hilfe zur Verwirklichung. Aber selbstverstĂ€ndlich könnt ihr nicht jede beliebige Musik hören, um euch mit der göttlichen Welt zu verbinden.

Die Menschen sind heute so weit gekommen, dass sie etwas als Musik bezeichnen, das in Wirklichkeit nur eine Folge disharmonischer KlĂ€nge, begleitet von Schreien und Gestikulieren ist. Sie sind sich nicht bewusst, dass diese Kakophonien Vibrationen erzeugen, die ihr Nervensystem zerstören und in ihren Seelen monsterhafte Formen erwecken. Ja, das ist schwerwiegend, und man muss sich ĂŒberlegen, welchen Einfluss bestimmte Musikarten auf das psychische Gleichgewicht der Jugendlichen und sogar der Erwachsenen haben können.

Dabei gibt es erhabene MusikstĂŒcke, die die Seelen in schwindelnde Höhen hinauftragen, von denen sie erleuchtet, gereinigt und geheiligt zurĂŒckkehren. WĂ€hlt diese Musik und versucht, euch von ihr durchdringen zu lassen.

Die Suche nach dem Zentrum

Ich habe euch bereits Übungen und Methoden gegeben, damit ihr die Verbindung zum Zentrum eures Wesens wieder herstellen könnt. Hier ist noch eine, die anders ist als die anderen: Haltet von Zeit zu Zeit inne, schließt die Augen, wendet euch nach innen und versucht, das Zentrum, das die reine Quelle des Lebens ist, wiederzufinden.

Die Augen zu öffnen und zu schließen ist eine der hĂ€ufigsten TĂ€tigkeiten des tĂ€glichen Lebens. Versucht, es bewusst zu machen: Schließt langsam die Augen und haltet sie eine Weile geschlossen. Dann öffnet sie wieder langsam und beobachtet genau die VerĂ€nderungen, die sich in euch vollziehen. AllmĂ€hlich werdet ihr verstehen können, auf welche Weise der Wechsel des Öffnens und Schließens der Augen seine Entsprechung im inneren Leben hat: Die Augen öffnen heißt, an die Peripherie gehen, sie schließen heißt, in das Zentrum eures Wesens, zu Gott zurĂŒckzukehren. Wenn es euch gelungen ist, dieses Zentrum in euch zu berĂŒhren, werdet ihr spĂŒren, dass euch Ströme zufließen, die euch Gleichgewicht, Frieden und Harmonie bringen. Und was immer ihr auch danach unternehmt, ihr wisst, dass ihr euch der Wahrheit nĂ€hert.

Der Gipfel

Um sich wieder zu einigen, um die gleichen Werte zu verstehen und zu schĂ€tzen, mĂŒssen die Menschen innerlich wieder den aufsteigenden Weg einschlagen, der sie zum Gipfel, zu den lichtvollen Regionen des Geistes fĂŒhrt.

BemĂŒht euch also darum und gewöhnt euch an, euch auf den Gipfel zu konzentrieren, auf den höchsten Punkt, von wo aus man die Wahrheit ĂŒber alle Wesen und alle Dinge sehen kann. Indem ihr euch auf den Gipfel konzentriert, seid ihr gezwungen, euch immer weiter hinauf zu schwingen, jedes Mal höhere Stufen zu erreichen. Und ihr werdet spĂŒren, wie diese mentale Gewohnheit sich nach und nach wohltuend auf euer tĂ€gliches Leben ĂŒbertrĂ€gt.

Der Gipfel ist nicht nur ein Punkt, der höher liegt als die anderen. Jeder Gipfel, egal um welchen es sich handelt, ist ein lebendiges Zentrum reinster und stÀrkster Energien, deren Wirkung sich deshalb kein Lebewesen entziehen kann. Die Allmacht befindet sich auf dem Gipfel, es ist die Allmacht des Geistes. Nur die Kraft des Gipfels kann allen Wesen der verschiedenen Reiche der Natur die Anweisung geben, uns Hilfe und Schutz zu bringen.

Wer daran arbeitet, sich gedanklich bis zum Gipfel, zur Einheit, zu erheben, beginnt zu spĂŒren, dass alle Menschen verbunden sind. Und es ist wahr, oben stellen wir eine Einheit dar. Jeder von uns ist eine Zelle des großen kosmischen Körpers, und diese Zelle, die wir darstellen, spiegelt die Gesamtheit des Körpers wieder. Wenn wir jemandem etwas Böses antun und denken, er sei außerhalb von uns und wir wĂŒrden nicht leiden, wenn wir ihn schlecht behandeln, so ist das ein Irrtum. Wenn wir anderen Böses tun, so tun wir uns selbst auch etwas Böses an, auch wenn wir es im Moment nicht spĂŒren.

Die wirkliche Einheit, nach der wir streben mĂŒssen, ist vergleichbar mit der Einheit des Sonnensystems. Die Sonne steht im Mittelpunkt und alle Planeten kreisen um sie, keiner entfernt sich von der Bahn, die fĂŒr ihn von der kosmischen Intelligenz vorgezeichnet wurde. Der Mensch muss in sich selbst eine entsprechende Einheit verwirklichen. Das setzt voraus, dass man wirklich lernt, wie man leben, denken und fĂŒhlen soll, damit alle Partikel, die unser physisches und psychisches Wesen ausmachen, ihre Bewegung an jener Sonne ausrichten, die wir alle in uns besitzen: unser göttliches Selbst, unser Geist. Es ist diese Ordnung, diese Einheit, die das wahre Wissen und die wahre Kraft verleihen.

Die Rose

Die Wahrheit einer Rose zu kennen, bedeutet nicht nur, ihre Form, ihre Farbe und ihren Duft zu kennen. Die Wahrheit der Rose ist eine Ausstrahlung, eine Gegenwart, die man nicht mit dem Intellekt erfassen kann. Die Rose zu kennen bedeutet, das Zusammenspiel aller Elemente zu spĂŒren, die sie zu einer Rose und zu nichts anderem machen.

Was ist eine Rose oder sogar nur ein Rosenblatt? FĂŒr die meisten Menschen ist es etwas ganz und gar Unbedeutendes, aber fĂŒr einen Eingeweihten, der sich in der Kabbala auskennt, ist die Rose ein Mittel, um der Welt der Venus zu begegnen, die der Sephira Netzach angehört. Es ist Venus, die die Rose geschaffen hat. Jedes Rosenblatt ist durchdrungen von der Quintessenz der Venus, und dank seiner Hilfe könnt ihr mit den Bewohnern und mit den Eigenschaften der Venus in Kontakt treten. Das BlĂŒtenblatt der Rose ist durchdrungen von allen Quintessenzen dieser Region. Wenn ihr es anschaut, es liebt, gebt ihr ihm etwas von eurem Magnetismus, und es gibt euch wiederum von sich etwas zurĂŒck. Es verbindet euch mit den Bewohnern der Venus, die weiterentwickelt sind als die der Erde. Wenn ihr Liebe, ZĂ€rtlichkeit, Schönheit oder DĂŒfte braucht, könnt ihr sie mit Hilfe des Rosenblattes anziehen. Das ist einfach, es ist das Prinzip der Magie. Durch das Rosenblatt könnt ihr höhere Wesen berĂŒhren, und sie sind es, die euch dank dieses Blattes alles geben.

Daher möchte ich werdenden MĂŒttern den folgenden Rat geben: WĂ€hrend ihr das Kind in euch tragt, sucht euch ab und zu Rosen – oder auch nur eine einzige Rose – und meditiert mit ihnen. Bittet sie, das in euch lebende Kind zu beeinflussen. Die Rosengeister sind Wesen, die es akzeptiert haben, sich auf der Erde zu inkarnieren, um den Menschen zu helfen, und sie werden eure Bitte mit großer Freude erfĂŒllen!

Hals-Chakra

Nun kann ich euch eine sehr einfache Übung geben, um das Kehlkopfchakra Visuddha zu entwickeln. Ab und zu könnt ihr eure Meditation nur dem Horchen widmen, ohne zu denken. Ihr versucht dabei, die Stimme der Weisheit und der lichtvollen Geister zu hören. NatĂŒrlich werdet ihr in den ersten Tagen und Wochen vielleicht nichts hören. Wenn ihr euch aber weiterhin darin ĂŒbt, hört ihr schließlich die innere Stimme, jene sanfte Stimme Gottes
 Man nennt sie manchmal die Stimme der Stille, weil sie so zart und fein ist. An dem Tag jedoch, an dem ihr sie hört, wird euer ganzes Wesen erschauern
 Es gibt keine Worte, um diese Stimme zu beschreiben.

Es wird euch niemals etwas Übles zustoßen, wenn ihr versucht, die göttliche Stimme zu hören. Tut so, als wĂŒrdet ihr mit euren beiden Ohren lauschen, doch in Wirklichkeit erwacht ein drittes Ohr.

Der ewige WĂ€chter – Ajna Chakra

Es gibt in jedem von uns einen ewigen WĂ€chter, der absolut unbeweglich und leidenschaftslos alles sieht und registriert. Sein Sitz ist zwischen den Augenbrauen, im Ajna Chakra. Warum sagt man von ihm, er sei unbewegt? Weil er nichts tut, um euch zu retten, egal was passiert. Wenn ihr es gewohnt seid, euer inneres Leben zu beobachten, werdet ihr fĂŒhlen, dass sogar in den schlimmsten Momenten jemand in euch alles beobachtet und leidenschaftslos alles Geschehen aufzeichnet, ohne irgendetwas zu unternehmen, um euch zu helfen
 das ist nicht seine Aufgabe. Er lĂ€chelt sogar ĂŒber euer Leiden und es nĂŒtzt nichts, ihn anzuflehen; er schaut, beobachtet, zeichnet auf
 und lĂ€chelt.

Um wach und klar zu werden, solltet ihr euch ab und zu auf das Ajna Chakra zwischen den Augenbrauen konzentrieren und euch mit diesem ewigen WÀchter identifizieren. Dann bleibt ihr auch im Schlaf immer erweckt: Euer Körper wird schlafen, aber euer Geist wird wachsam und aufgeweckt bleiben. Er wird reisen, andere Wesen treffen und die Wunder des Universums studieren.

FĂŒr die Entwicklung des Ajna Chakras, stellt ihr euch vor, dass ihr mit eurem inneren Auge die Erde, den Himmel, den Raum mit seinen unzĂ€hligen Bewohnern, alle sichtbaren und unsichtbaren Welten seht. Ihr betrachtet sie einfach nur mit viel Liebe, und somit seid ihr bereits im Begriff, euer geistiges Sehvermögen zu wecken. Ebenso ist es auch, wenn ihr die Wunder der unsichtbaren Welt betrachtet, es öffnet sich ein drittes Auge.

Ihr könnt diese beiden Übungen mit Vissudha und Ajna Chakra ohne Gefahr praktizieren. So geht ihr tĂ€glich ein kleines StĂŒckchen eines wunderbaren Weges, der euch, wenn ihr beharrlich seid – zur Erleuchtung fĂŒhrt.

Beim Sonnenaufgang

Wenn ihr euch darauf vorbereitet, zu beten, zu meditieren und euch kontemplativ in den Sonnenaufgang zu versenken, dann sagt euch: »Ich bin zusammen mit der Reinheit, mit dem Licht, ich bin mit meinem Geliebten, dem Herrn, ich bin mit meiner Geliebten, der Göttlichen Mutter zusammen, nichts anderes soll zĂ€hlen, als dieser Augenblick, in dem ich mit ihnen kommunizieren kann.« Setzt euer GepĂ€ck, eure BĂŒrden ab, erscheint vor der Gottheit und den Herrlichkeiten der Natur leicht und frei. Auf diese Weise werdet ihr die Lösung fĂŒr viele eurer inneren Probleme und fĂŒr viele Situationen, die ihr bis heute fĂŒr ausweglos hieltet, finden. Um zu sehen, zu verstehen, zu fĂŒhlen, muss man wirklich anwesend sein, prĂ€sent sein. Nehmt euch ein Beispiel an den MĂ€nnern und Frauen, die eine große Liebe leben: Wenn sie beieinander sind, können sie alles vergessen. Sie versenken ihre Augen in die Augen des anderen, und wenn sie beschreiben wollen, was sie gesehen haben, dann sprechen sie nur von Licht und Unendlichkeit.