Lieben ohne Gefahr für die anderen

Wenn ihr einen Menschen liebt, so denkt daran, statt euch egoistisch an ihn zu klammern, ihn mit dem Himmel, mit der unerschöpflichen Quelle des Lebens zu verbinden, damit er dort unablässig trinken und sich regenerieren könne. Nichts ist wichtiger als lieben zu lernen. Wenn ihr dem geliebten Menschen Glück und Entfaltung wünscht, so versucht nicht so sehr an euch selbst zu denken, sonst zieht ihr ihn in die niederen Regionen eurer Wünsche und Begierden. Lieben bedeutet nicht, einen Menschen an sich zu ziehen, sondern im Gegenteil, sich zu überwinden, weil man etwas Großes für ihn tun will. Und es gibt nichts Größeres, als einen Menschen mit der göttlichen Quelle zu verbinden.

Nähert euch dem Menschen, den ihr liebt, betrachtet ihn, nehmt ihn in eure Arme und verbindet ihn mit dem Himmel, mit der Göttlichen Mutter, mit Christus, dem Himmlischen Vater, dem Heiligen Geist… und selbst wenn ihr nicht eng genug mit ihm befreundet seid, um ihn in die Arme zu nehmen, versucht, ihn in Gedanken mit der Quelle des Lichtes zu verbinden; wünscht ihm, dass er das Leben versteht und er einen Frieden erfährt, den er noch niemals kostete. Eure Liebe sollte immer zur Entfaltung des geliebten Menschen beitragen.

Aus dem Buch »Goldene Regeln für den Alltag« von Omraam Mikhaël Aïvanhov, Kapitel 88.
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